Tipps zum Jahreswechsel: Vorsteuerabzug für nicht bezahlte Rechnungen

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Will sich ein Selbstständiger den Vorsteuerabzug für eine noch nicht bezahlte Rechnung im Jahr 2009 sichern, muss er dafür sorgen, dass ihm die Rechnung spätestens bis zum Jahresende vorliegt.

Haben Sie im Jahr 2009 für Ihren Betrieb Lieferungen oder Dienstleistungen bezogen, die Sie bis zum 31.12.2009 noch nicht bezahlt haben? Dann dürfen Sie die in den Rechnungen ausgewiesene Umsatzsteuer bereits in Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember 2009 als Vorsteuer geltend machen. Die Bezahlung der Rechnung ist nämlich nicht Voraussetzung für den Vorsteuerabzug (Das gilt allerdings nicht für Anzahlungen, bei denen der Vorsteuerabzug an die Zahlung geknüpft ist). Als Betriebsausgabe darf der Rechnungsbetrag aber natürlich erst in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung 2010, also im Jahr der Zahlung, berücksichtigt werden.

Für den Vorsteuerabzug in der letzten Umsatzsteuer-Voranmeldung 2009 muss aber nicht nur die Lieferung 2009 erfolgt sein, sondern Sie müssen auch nachweisen können, dass Ihnen die Rechnung spätestens am 31.12.2009 vorgelegen hat. Das aber ergibt sich nicht zweifelsfrei aus dem Rechnungsdatum. Denn manchmal werden Rechnungen mit dem Rechnungsdatum 31.12. erst Tage oder sogar Wochen nach diesem Zeitpunkt tatsächlich verschickt.

Steuertipp
Wenn sich aus dem Eingangsstempel auf einer Rechnung ergibt, dass diese Rechnung erst nach dem 31.12.2009 eingegangen ist, darf der Unternehmer den Vorsteuerabzug nicht mehr im Jahr 2009 vornehmen. Der vom Finanzamt geforderte Rechnungszugang noch im Jahr 2009 ist bei normaler Postzustellung nur dann plausibel, wenn das Rechnungsdatum vor dem 31.12.2009 liegt. Im Zweifel bewahren Sie den Briefumschlag mit dem Poststempel auf oder machen Sie einen handschriftlichen Vermerk über den Rechnungseingang.

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