Grundfreibetrag

Grundfreibetrag - was versteht man darunter?

Der Grundfreibetrag dient der Absicherung des Existenzminimums. Ein zu versteuerndes Einkommen, das unter dem Existenzminimum (= dem Grundfreibetrag) liegt, wird keiner Einkommensteuer unterworfen. Erst wenn das zu versteuernde Einkommen den definierten Grundfreibetrag überschreitet, ist Einkommensteuer zu zahlen. Somit ist der Grundfreibetrag direkt von der Definition des Existenzminimums abhängig.

Wie hoch ist das Existenzminimum?

Insgesamt geht der deutsche Staat davon aus, dass Singles im Jahr 2021 einen Betrag von 9.744 € im Jahr zum Leben benötigen. Dieser Betrag dient dem Zweck, alle lebensnotwendigen Dinge zu kaufen, wie z.B. Essen, Kleidung, Miete usw. Für Verheiratete verdoppelt sich der Grundfreibetrag auf 19.488 €.

Muss der Grundfreibetrag beantragt werden?

Nein, der Grundfreibetrag steht jedem Steuerzahler zu und wird automatisch bei jedem berücksichtigt. Er wird also ganz ohne aktives Zutun der Steuerpflichtigen berücksichtigt.

Wird der Grundfreibetrag angepasst?

Die Höhe des Freibetrags für das Existenzminimum muss alle zwei Jahre von der Bundesregierung bestimmt und im Existenzminimumbericht vorgelegt werden. Der Bericht ist prognostisch angelegt, was bedeutet, dass man darin die Höhe des Grundfreibetrags des von der Einkommensteuer freizustellenden Existenzminimums für die folgenden 2 Jahre definiert. Der Grundfreibetrag wird auf der Basis dieses Berichts jährlich angepasst.

Grundfreibeträge der Jahre 2022, 2021 und Vorjahre

Der in der Tabelle genannte Grundfreibetrag wird jährlich angepasst und gilt pro Kopf. Der Grundfreibetrag für Verheiratete ist also genau doppelt so hoch wie der für Alleinstehende.

Jahr    

Grundfreibetrag für Ledige

Grundfreibetrag für Verheiratete (bei gemeinsamer Veranlagung zur Einkommensteuer)

2022

9.984,– €

19.968,- €

2021

9.744,– €

19.488,– €

2020

9.408,– €

18.816,– €

2019

9.168,– €

18.336,– €

2018

9.000,– €

18.000,– €

2017

8.820,– €

17.640,– €

2016

8.652,– €

17.304,– €

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 32 EStG

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