Gastronomie: Umsatzsteuer wird gesenkt!

Gastronomie: Umsatzsteuer wird gesenkt!

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Heute hat auch der Bundesrat der Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie zugestimmt: Vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021 beträgt die Umsatzsteuer für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen nur 7 statt 19 Prozent. Getränke sind von der Steuersenkung allerdings ausgenommen.

Profitieren sollen auch andere Bereiche wie Catering-Unternehmen, der Lebensmitteleinzelhandel, Bäckereien und Metzgereien, soweit sie mit der Abgabe verzehrfertig zubereiteter Speisen bislang Umsätze zum normalen Umsatzsteuersatz erbracht haben.

Damit sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Gastronomiebranche und Lebensmittelbranche abgemildert werden. Bisher gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% nur für Speisen zum Mitnehmen.

Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt und kann anschließend im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll am Tag darauf in Kraft treten.

Wird der Restaurantbesuch dann billiger?

Nicht unbedingt. Die Umsatzsteuersenkung soll dazu beitragen, dass sich die Gastronomiebetriebe nach der langen Corona-bedingten Schließung in einem überschaubaren Zeitraum hoffentlich wieder erholen können. Diese finanzielle Erholung kann auf zwei Weisen geschehen:

  • Entweder werden tatsächlich die Preise gesenkt, damit mehr Gäste Biergärten, Restaurants, Lokale etc. besuchen. Allein durch die Masse an Besuchern können die Gastronomen dann höhere Einnahmen verbuchen. Das halten wir aber für unwahrscheinlich.

  • Oder die Preise bleiben gleich, die Gastwirte führen weniger Umsatzsteuer an den Fiskus ab und können so mehr Geld für sich und ihr Unternehmen behalten. Die Gewinnmarge steigt also. Wir gehen davon aus, dass dies der Weg ist, den die meisten Beitriebe gehen werden.

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(MB)

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