Gastronomie: Umsatzsteuersenkung bleibt bis Ende 2023
Schon seit Juli 2020 werden auf Speisen in Restaurants nur sieben Prozent Umsatzsteuer fällig.

Gastronomie: Umsatzsteuersenkung bleibt bis Ende 2023

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Schon seit dem 1. Juli 2020 beträgt die Umsatzsteuer für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen nur 7 statt 19 Prozent. Dabei bleibt es auch über das Jahresende hinaus: Heute wurde die Verlängerung der Umsatzsteuersenkung bis Ende 2023 beschlossen. Getränke sind von der Steuersenkung weiterhin ausgenommen.

Davon profitieren auch andere Bereiche wie Catering-Unternehmen, der Lebensmitteleinzelhandel, Bäckereien und Metzgereien, soweit sie mit der Abgabe verzehrfertig zubereiteter Speisen sonst (also sozusagen vor Corona) Umsätze zum normalen Umsatzsteuersatz erbracht haben.

Ursprünglich sollte die befristete Senkung der Umsatzsteur die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Gastronomiebranche und Lebensmittelbranche abmildern, denn »vor Corona« galt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% nur für Speisen zum Mitnehmen.

Inzwischen spielen auch die gestiegenen Energiepreise eine Rolle für die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie.

Wird der Restaurantbesuch durch die Umsatzsteuersenkung billiger?

Nicht unbedingt. Die Umsatzsteuersenkung soll dazu beitragen, dass sich die Gastronomiebetriebe in einem überschaubaren Zeitraum wieder erholen können. Diese finanzielle Erholung kann auf zwei Weisen geschehen:

  • Entweder werden tatsächlich die Preise gesenkt, damit mehr Gäste Biergärten, Restaurants, Lokale etc. besuchen. Allein durch die Masse an Besuchern können die Gastronomen dann höhere Einnahmen verbuchen.

  • Oder die Preise bleiben gleich, die Gastwirte führen weniger Umsatzsteuer an den Fiskus ab und können so mehr Geld für sich und ihr Unternehmen behalten. Die Gewinnmarge steigt also. Das ist der Weg, den die meisten Beitriebe bisher gegangen sind und vermutlich auch weiter gehen werden.

Gute Nachrichten auch für (kleine) Brauereien und Biertrinker

Die ebenfalls eigentlich nur temporär ermäßigten Sätze der Biersteuermengenstaffel werden jetzt dauerhaft entfristet.

Ziel ist es nach der amtlichen Begründung, die einzigartige Biervielfalt und Braukunst sowie die mittelständisch geprägte Brauereistruktur zu stärken.

Außerdem befreit das Gesetz Bierwürze, die zur Herstellung von alkoholsteuerpflichtigen Waren verwendet wird, von der Biersteuer.

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(MB)

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