Baukindergeld

Das Baukindergeld war ein Bestandteil der Eigenheimzulage, die seit Januar 2006 nicht mehr neu gewährt wird. Wurde vor dem 1.1.2006 der Kaufvertrag notariell beurkundet oder der Bauantrag für eine neu zu errichtende Wohnung gestellt, galt nachfolgende Rechtslage.

Rechtslage bis 31.12.2005:

Wird ein Eigenheim oder eine Wohnung erworben oder selbst hergestellt und besteht ein Anspruch auf die Eigenheimzulage wird seit dem 1.1.1996 für jedes Kind auf Antrag des Steuerpflichtigen eine Baukindergeld (Kinderzulage) von 767,00 € gewährt.

Das Baukindergeld wird nur gewährt, wenn ebenfalls ein Anspruch auf das Kindergeld bzw. den Kinderfreibetrag besteht. Zudem muss das Kind im Förderzeitraum zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehört haben, der Anspruch auf die Förderung hat. Das Baukindergeld ist ebenso wie die Grundförderung ein Jahresbetrag. Wenn bereits für einen Monat die Voraussetzungen für Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag vorliegen, ist dies für die Gewährung des Baukindergeldes ausreichend.

Für Gebäude bzw. Wohnungen deren Fertigstellung oder deren Erwerb durch Unterzeichnung des Kaufvertrags vor dem 1.1.1996 lag, wird ein geringeres Baukindergeld gewährt. Die nachfolgende Tabelle gibt hierzu einen Überblick:

Fertigstellung/Kaufvertrag

Höhe des Baukindergelds

1.1.1987 – 31.12.1989

307,00 €

1.1.1990 – 31.12.1990

383,00 €

1.1.1991 – 31.12.1995

512,00 €

Das Baukindergeld wird neben der Grundförderung (Eigenheimzulage) gewährt und ist an sie gekoppelt. Wird zum Beispiel wegen Überschreitens der Einkunftsgrenze oder wegen Objektverbrauchs keine Grundförderung mehr gewährt, scheidet auch die Inanspruchnahme des Baukindergelds aus. Sind beide Elternteile Eigentümer einer geförderten Wohnung und haben beide die Voraussetzungen für das Baukindergeld erfüllt, ist die Zulage bei jedem Elternteil zur Hälfte anzusetzen.

Gesetze und Urteile (Quellen)

BFH 18.10.2000, XR 19/96

BFH 13.9.2001, IX R 15/99

BFH 14.11.2001, X R 24/99

§ 9 EigZulG