Erste Steuererklärung als Ehepaar: So geht's

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Im Gegensatz zu Alleinstehenden können Ehepaare und eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner die Zusammenveranlagung mit Splittingtarif wählen. Wann und warum ist das günstiger?

Der Splittingtarif ist wesentlich günstiger als der Grundtarif. Die Zusammenveranlagung lohnt sich, wenn nur ein Ehegatte Einkünfte hat oder wenn die Einkünfte der Ehegatten unterschiedlich hoch sind. Das liegt daran, dass nach dem Steuertarif die Steuerbelastung mit steigendem Einkommen überproportional ansteigt und bei Zusammenveranlagung jedem Ehegatten die Hälfte des gemeinsam zu versteuernden Einkommens zugerechnet wird.

Für das Wahlrecht müssen die Partner folgende Voraussetzungen zu irgendeinem Zeitpunkt im Kalenderjahr für einen beliebig kurzen Zeitraum gleichzeitig erfüllen:

  • Sie müssen beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sein, also ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich auch beschränkt steuerpflichtige Partner (Wohnsitz im Ausland) auf Antrag als fiktiv unbeschränkt steuerpflichtig behandeln lassen und dann die Ehegattenveranlagung wählen.

  • Sie müssen vor dem Standesamt eine Ehe oder Lebenspartnerschaft eingegangen sein, und zwar spätestens am 31.12.. Heiraten zwei ausländische Staatsangehörige in Deutschland, kann die Ehe in der nach dem ausländischen Recht vorgeschriebenen Form geschlossen werden.

Sie dürfen die Veranlagungsart jedes Jahr neu wählen! Prüfen Sie also, ob Sie mit der Einzelveranlagung Steuern sparen – das geht ganz einfach mit der SteuerSparErklärung: Im Programm-Modul Steuererklärung bietet Ihnen der Steuerprüfer die Optimierung der Steuererklärung an. Er berechnet dabei auch die günstigste Veranlagungsart anhand aller erfassten Daten.

Das müssen Ehepaare in der Steuererklärung ankreuzen

Ehepaare und eingetragene Lebenspartner können zwischen dem Splittingtarif (Zusammenveranlagung) und dem Grundtarif (Einzelveranlagung) wählen.

Die Entscheidung für die Zusammen- oder Einzelveranlagung müssen Sie jedes Jahr bei der Abgabe Ihrer Einkommensteuererklärung durch Ankreuzen des entsprechenden Kästchens auf Seite 1 des Mantelbogens treffen. Wird keine Veranlagungsform angekreuzt, führt das Finanzamt automatisch eine Zusammenveranlagung durch.

Bei der Zusammenveranlagung werden die Einkünfte der Ehegatten getrennt ermittelt, also nach den gleichen Grundsätzen wie bei Alleinstehenden auch. Die getrennt ermittelten Einkünfte werden anschließend zu einem gemeinsamen Gesamtbetrag der Einkünfte zusammengerechnet. Grundsätzlich verdoppeln sich alle Frei- und Pauschbeträge.

Die Einzelveranlagung wird durchgeführt, wenn einer der Partner diese in seiner eigenen Steuererklärung im Mantelbogen auf der Seite 1 beantragt. Jeder Ehegatte muss dann eine eigene Steuererklärung abgeben, die auch nur von ihm unterschrieben wird. Jeder bekommt seinen eigenen Steuerbescheid mit eigener Steuererstattung oder Steuernachzahlung.

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