Erbschaftsteuerrechner / Schenkungsteuerrechner

Steuerklassen und Freibeträge bei der Erbschaftsteuer

Wenn Vermögen vererbt oder verschenkt wird, unterliegt die Vermögensübertragung der Erbschaftsteuer bzw. Schenkungsteuer.

Mit diesem Rechner können Sie ermitteln, wie viel Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer für Vermögensübergänge fällig wird. Voraussetzung: Sie kennen den Wert des Erbes bzw. der Schenkung. Der Erbschaftsteuerrechner berücksichtigt Verwandtschaftsverhältnis, die Steuerklasse und die Steuerfreibeträge bei der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer.

 

 

Wer muss Erbschaftsteuer zahlen?

Steuerpflichtig sind Erbschaft oder Schenkung dann, wenn mindestens eine der beteiligten Personen, also Erblasser/Schenker oder Erbe/Beschenkter, ihren ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Unabhängig vom Wohnsitz der Beteiligten besteht immer eine Steuerpflicht in Deutschland, wenn sogenanntes Inlandsvermögen übertragen wird. Darunter fallen vor allem Immobilien in Deutschland und Unternehmensanteile von mehr als 10 % an deutschen Firmen.

Was ist erbschaftsteuerfrei?

Ob und wie viel Erbschaftsteuer Sie bezahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  1. Der gesetzliche Steuerfreibetrag: Sobald das Erbe darüber liegt, müssen Sie Erbschaftssteuer bezahlen.
  2. Das Verwandschaftsverhältnis: Abhängig davon, wie Sie mit dem Verstorbenen verwandt sind, ändert sich die Höhe des Steuerfreibetrags.
  3. Die Höhe der Erbschaft: Wenn Sie mehr erben als den Steuerfreibetrag, wird anhand der Steuerklasse (die vom Verwandtschaftsgrad abhängt) die Höhe des Steuersatzes bestimmt.
Erbschaft und Schenkung: Frühzeitig planen und so Steuern sparen.

Erbschaftsteuertabelle I: Wie hoch sind die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer und welche Steuerklasse gilt?

  Freibetrag (§ 16 ErbStG) Steuerklasse (§ 15 ErbStG)
für Ehepartner und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft 500.000 Euro I
für Kinder und Enkelkinder, deren Eltern verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder 400.000 Euro I
für Enkelkinder 200.000 Euro I
Urenkel; für Eltern und Großeltern beim Erwerb durch Erbschaft 100.000 Euro I
für Eltern und Großeltern beim Erwerb durch Schenkung, für Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehepartner und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft 20.000 Euro II
für alle anderen Empfänger einer Schenkung oder Erbschaft 20.000 Euro III

Erbschaftsteuertabelle II: Wie hoch ist der Steuersatz bei der Erbschaftsteuer?

Erbschaft bis Steuersatz in Klasse I Steuersatz in Klasse II Steuersatz in Klasse III
75.000 Euro 7% 15% 30%
300.000 Euro 11% 20% 30%
600.000 Euro 15% 25% 30%
6.000.000 Euro 19% 30% 30%
13.000.000 Euro 23% 35% 50%
26.000.000 Euro 23% 40% 50%
Mehr 30% 43% 50%

 

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Wie macht man eine Erbschaftsteuererklärung?

Bei einer Erbschaft und auch bei einer Schenkung müssen Sie dem zuständigen Erbschaftsteuer-Finanzamt die Erbschaft bzw. Schenkungsteuer-Finanzamt die Erbschaft bzw. Schenkung anzeigen. Bei Schenkungen gilt diese Pflicht auch für den Schenker. Die Frist für die Anzeige einer Erbschaft oder Schenkung beträgt drei Monate.

Was ist das zuständige Finanzamt bei Erbschaft und Schenkung? Das erfragen Sie am besten bei dem Finanzamt, das für Ihre Einkommensteuer zuständig ist. Die Kontaktdaten finden Sie hier in unserer Finanzamt-Suche.

Nach der Anzeige der Übertragung kann das Finanzamt Sie zur Abgabe einer Steuererklärung auffordern und wird dann auch eine Frist für die Abgabe der Erbschaftsteuererklärung bzw. Schenkungsteuererklärung setzen.

Ausfüllhilfe zur Erbschaftsteuererklärung

Auf dem Mantelbogen der Erbschaftsteuer geben Sie die Eckdaten des Erbfalls an. Wie das Erbe verteilt wird, wird später in den Anlagen separat dargestellt.

In Zeile 19-23 tragen Sie die beteiligten Erben ein. Das bedeutet: Es wird jeder Erbe einzeln aufgeführt. Alle Beteiligten müssen den Mantelbogen unterzeichnen.

TIPP: Erbengemeinschaften geben ihre Erbschaftsteuererklärung am besten gemeinsam ab. Dadurch ersparen es sich die Erben, die Details des Mantelbogens der Erbschaftsteuer jeweils separat noch einmal einzureichen.

Anlage Erwerber: Jeder Erbe und auch jeder, der durch ein Vermächtnis bedacht wurde, muss eine eigene Anlage Erwerber ausfüllen. Darin geben Sie an, welchen Teil des Erbes Sie selbst erworben haben. Außerdem werden individuelle Kosten des Erbfalls von jedem Erwerber gesondert erfasst.

Anlage Steuerbefreiung Familienheim: Für den Erwerb des selbst genutzten Familienheims vom Erblasser gibt es eine besondere Möglichkeit der Steuerbefreiung. Möchten Sie diese beantragen, benötigen Sie die Anlage Steuerbefreiung Familienheim als Ergänzung zu Ihrer Erbschaftsteuererklärung. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Steuerbefreiung sind

  1. Der Erblasser hat die Immobilie bis zu seinem Tod selbst zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Einzige Ausnahme davon: Der Erblasser war aus zwingenden Gründen an der Eigennutzung gehindert. Ein zwingender Grund liegt dann vor, wenn er nicht mehr in der Lage war, in dem Objekt einen eigenen Hausstand zu führen. Das könnte der Fall sein, wenn der Erblasser pflegebedürftig oder wegen einer Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen war, den er im übertragenen Objekt nicht nutzen kann.
  2. Die Immobilie geht im Erbfall auf den Ehepartner oder ein Kind des Verstorbenen über und der Erbe nutzt die Wohnung unverzüglich zu eigenen Wohnzwecken. Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus geerbt haben, in dem der Erblasser eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzte, bleibt nur der auf diesen Teil entfallende Erwerb erbschaftsteuerfrei. Der Rest der Immobilie gehört zum steuerpflichtigen Erwerb.

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Alle Angaben und Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Haftung ist ausgeschlossen.

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