Nichtveranlagungs-Bescheinigung

Wenn zu erwarten ist, dass Sie nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden, weil die gesamten Einkünfte des Jahres unter dem Grundfreibetrag liegen werden, können Sie durch eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung auch Kapitaleinkünfte von der Abgeltungsteuer freistellen lassen, die über den Sparer-Pauschbetrag hinausgehen.

Haben Sie außer Kapitalerträgen und Kursgewinnen keine anderen steuerpflichtigen Einnahmen, können Sie sich mithilfe der Nichtveranlagungs-Bescheinigung Kapitalerträge und Kursgewinne bis zu einer bestimmten Grenze steuerfrei auszahlen lassen. Diese Grenze errechnet sich wie folgt: Grundfreibetrag + Sonderausgaben-Pauschbetrag + Sparer-Pauschbetrag.

Das sind die Werte für 2016:

Alleinstehende

Verheiratete

Grundfreibetrag

8.652 €

17.304 €

Sonderausgaben-Pauschbetrag

36 €

72 €

Sparer-Pauschbetrag

801 €

1.602 €

Höchstgrenze für steuerfreie Auszahlung

9.489 €

18.978 €

Das sind die Werte für 2015:

Alleinstehende

Verheiratete

Grundfreibetrag

8.472 €

16.944 €

Sonderausgaben-Pauschbetrag

36 €

72 €

Sparer-Pauschbetrag

801 €

1.602 €

Höchstgrenze für steuerfreie Auszahlung

9.309 €

18.618 €

Eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung erhalten Sie auf Antrag bei Ihrem Finanzamt. Im Antragsformular führen Sie alle zu erwartenden steuerpflichtigen Einnahmen auf.

Ganz schnell und ordentlich geht das mit dem Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung.

Häufig betroffen: Kinder, Studenten, Rentner

Besonders häufig liegen bei Kindern, Studenten und Rentnern die gesamten Einkünfte des Jahres unter dem Grundfreibetrag.

Kinder und Studenten haben neben den Kapitaleinkünften oft kein weiteres steuerpflichtiges Einkommen.

Rentner profitieren von der Besteuerung der Renten mit dem Besteuerungsanteil, sodass nur ein Teil der Rente zur Einkommensteuer herangezogen wird. Erst für Renten, die im Jahr 2040 beginnen, liegt der Besteuerungsanteil bei 100 %.

Auszahlung von Kapitalerträgen ohne Abzug von Abgeltungsteuer

Ist nach den Angaben im Antrag nicht zu erwarten, dass Sie zur Zahlung von Einkommensteuer verpflichtet sind, wird das Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung ausstellen, die an die Bank weitergegeben werden kann. Damit ist die Bank berechtigt, Kapitalerträge ohne Abzug von Abgeltungsteuer auszuzahlen. Ausnahme: Bei Tafelgeschäften wird in jedem Fall Abgeltungsteuer einbehalten.

Die freigestellten Zinserträge muss das Kreditinstitut dem Bundeszentralamt für Steuern mitteilen, damit die Finanzämter nachträglich prüfen können, ob der Steuerpflichtige seine Kapitaleinkünfte richtig angegeben hat.

Die Bescheinigung wird für eine maximale Geltungsdauer von drei Jahren und nur unter dem Vorbehalt des Widerrufes ausgestellt.

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