Impfzentren: Freiwillige können Übungsleiterpauschale oder Ehrenamtspauschale erhalten
Die Finanzministerien von Bund und Ländern haben sich auf eine steuerliche Entlastung der freiwilligen Helferinnen und Helfer in Impfzentren festgelegt. Das teilt das Finanzministerium Baden-Württemberg mit.

Impfzentren: Freiwillige können Übungsleiterpauschale oder Ehrenamtspauschale erhalten

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Die Finanzministerien von Bund und Ländern haben sich auf eine steuerliche Entlastung der freiwilligen Helferinnen und Helfer in Impfzentren festgelegt. Das teilt das Finanzministerium Baden-Württemberg mit.

Freiwillige Helferinnen und Helfer in Impfzentren können nun steuerlich – je nach Art ihrer Tätigkeit – entweder von der Übungsleiterpauschale oder der Ehrenamtspauschale profitieren. Die Regelung gilt für Einkünfte in den Jahren 2020 und 2021.

Damit sind Vergütungen für bestimmte Tätigkeiten bis zu einem festgelegten Betrag steuerfrei.

Die Übungsleiterpauschale und die Ehrenamtspauschale sind Jahresbeträge, die einmal pro Kalenderjahr gewährt werden. Bei mehreren begünstigten Tätigkeiten werden die Einnahmen zusammengerechnet.

Aufklärungsgespräche oder Impfen: Übungsleiterpauschale

Wer direkt an der Impfung beteiligt ist, also Aufklärungsgespräche führt oder selbst impft, kann in der Steuererklärung von der Übungsleiterpauschale profitieren.

Die Übungsleiterpauschale lag 2020 bei 2.400 Euro, seit 2021 beträgt sie 3.000 Euro pro Jahr. Bis zu dieser Höhe bleiben Einkünfte für eine freiwillige Tätigkeit steuerfrei.

Verwaltung und Organisation von Impfzentren: Ehrenamtspauschale

Wer sich in der Verwaltung und der Organisation von Impfzentren engagiert, kann die Ehrenamtspauschale in Anspruch nehmen.

Für das Jahr 2020 betrug sie bis zu 720 Euro, seit 2021 sind bis zu 840 Euro steuerfrei.

Nur nebenberufliche Tätigkeiten sind begünstigt!

Sowohl die Übungsleiterpauschale als auch die Ehrenamtspauschale gibt es nur bei Vergütungen aus nebenberuflichen Tätigkeiten.

Eine nebenberufliche Tätigkeit liegt in der Regel dann vor, wenn sie im Jahr nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitstelle in Anspruch nimmt.

Zudem muss es sich beim Arbeitgeber oder Auftraggeber entweder um eine gemeinnützige Einrichtung oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts (beispielsweise Bund, Länder, Gemeinden) handeln.

Auch Helferinnen und Helfer, die keinen Hauptberuf ausüben, können »nebenberuflich tätig« sein, beispielsweise Studierende oder Rentnerinnen und Rentner.

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(MB)

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