Sollversteuerung
Bei der Sollversteuerung (Besteuerung nach dem vereinbarten Entgelt) entsteht die Steuer mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem die Leistung ausgeführt worden ist. Der Zeitpunkt, in dem die Leistung erbracht wurde, ist somit ausschlaggebend dafür, in welchem Voranmeldezeitraum der Umsatz zu berücksichtigen ist. Auch für Teilleistung gilt die Sollversteuerung, wenn für die Teilleistung ein gesondertes Entgelt vereinbart worden ist. Zudem wird vorausgesetzt, dass die Leistung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten teilbar ist.
Von der Sollversteuerung ausgenommen sind Anzahlungen. Hierbei greift in jedem Fall die Istversteuerung.
Gesetze und Urteile (Quellen)
§ 13 UStG
A 13.1 Abs. 1 ff. UStAE
Kleinunternehmer: Vom umsatzsteuerlichen Sonderstatus profitieren
Für viele Selbstständige – nebenberuflich als auch hauptberuflich – ist die Kleinunternehmer-Regelung des Umsatzsteuergesetzes von besonderer Bedeutung. Diese Vereinfachungsregel führt dazu, dass Sie als eigentlich umsatzsteuerpflichtiger Selbstständiger trotzdem keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen müssen. Im Gegenzug steht Ihnen als Kleinunternehmer kein Vorsteuerabzug zu.