Preisgelder
Besteht zwischen einem Preisgeld und einer Einkunftsart ein untrennbarer wirtschaftlicher Zusammenhang, so unterliegt das Preisgeld der Einkommensteuer. Ein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht dann, wenn der Preisträger zur Erzielung des Preisgeldes ein besonderes Werk geschaffen hat.
Wurde zum Beispiel ein Film geschaffen, dessen künstlerischer Wert mit einem Filmpreis gewürdigt wird, ist ein wirtschaftlicher Zusammenhang gegeben. Der Filmpreis unterliegt damit der Einkommensteuer.
War der Preisträger freiberuflich tätig, ist das Preisgeld unter den Einkünften aus selbstständiger Arbeit zu erfassen.
Kein wirtschaftlicher Zusammenhang ist gegeben, wenn der Steuerpflichtige einen Preis aufgrund seines Lebenswerkes errungen hat.
Erhält ein Architekten aufgrund seiner erfolgreichen Teilnahme an einem Wettbewerb Preisgelder, sind diese Betriebseinnahmen – vorausgesetzt der Wettbewerb hatte typische Berufsleistungen eines Architekten gefordert und der Veranstalter hatte ein wirtschaftliches Interesse am Ergebnis des Wettbewerbs (Finanzgericht Münster, Urteil vom 16.09.2009, 10 K 4647/07 F).
Der Minijob: Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen!
Ein Minijob ist eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, bei der der monatliche Arbeitslohn die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten darf. Bei der Geringfügigkeitsgrenze handelt es sich um einen dynamischen Wert. Das heißt, mit jeder Erhöhung des Mindestlohns steigt auch die Geringfügigkeitsgrenze an. Zum 1.1.2026 liegt der Mindestlohn bei 13,90 € pro Stunde und die Geringfügigkeitsgrenze somit bei 603,– €. Ab dem 1.1.2027 steigt der Mindestlohn erneut, und zwar auf 14,60 € und die Geringfügigkeitsgrenze beträgt dann 633,– € monatlich.