Mahlzeiten

Gewährt der Arbeitgeber Zuschüsse für die Mahlzeiten des Arbeitnehmers, so sind diese Zuschüsse nicht mit ihrem tatsächlichen Wert, sondern mit dem Sachbezugswert zu bewerten. Den amtlich festgelegten Sachbezugswert muss der Arbeitnehmer als geldwerten Vorteil versteuern. Folgende Sachbezugswerte gelten (in Euro):

Frühstück

Mittagessen

Abendessen

Gesamt

Sachbezugswerte 2016

im Monat

50,00

93,00

93,00

236,00

pro Tag

1,67

3,10

3,10

7,87

Sachbezugswerte 2015

im Monat

49,00

90,00

90,00

229,00

pro Tag

1,63

3,00

3,00

7,63

Sachbezugswerte 2014

im Monat

49,00

90,00

90,00

229,00

pro Tag

1,63

3,00

3,00

7,63

Sachbezugswerte 2013

im Monat

48,00

88,00

88,00

224,00

pro Tag

1,60

2,93

2,93

7,47

Sachbezugswerte 2012

pro Tag

47,00

86,00

86,00

219,00

im Monat

1,57

2,87

2,87

7,30

Sachbezugswerte 2011

im Monat

47,00

85,00

85,00

217,00

pro Tag

1,57

2,83

2,83

7,23

Sachbezugswerte 2010

im Monat

47,00

84,00

84,00

215,00

pro Tag

1,57

2,80

2,80

7,17

Sachbezugswerte 2009

im Monat

46,00

82,00

82,00

210,00

pro Tag

1,53

2,73

2,73

7,00

Mahlzeitengestellung bei Auswärtstätigkeit

Eine Mahlzeitgestellung bei Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn der Arbeitgeber Tag und Ort der Mahlzeit bestimmt. Hiervon ist auszugehen, wenn

  • der Arbeitgeber die Aufwendungen für die Mahlzeit ersetzt und

  • die Rechnung auf den Arbeitgeber ausgestellt wird.

Ohne Bedeutung ist, wie die Rechnung beglichen wird.

Übersteigt die Mahlzeit den Betrag von 60,00 € nicht, liegt eine übliche Beköstigung vor. In diesem Fall kann die Mahlzeit mit dem maßgebenden amtlichen Sachbezugswert bewertet werden.

Beispiel:

Im Rahmen einer Dienstreise hatte der Mitarbeiter in einem Hotel übernachtet. Seinem Arbeitgeber übergibt er die Rechnung für ein Abendessen in Höhe von 35,00 € (inkl. USt) sowie die Hotelrechnung, auf der Übernachtungskosten von 105,00 € (inkl. 7 % USt) und Frühstückskosten von 19,00 € (inkl. 19 % USt) ausgewiesen sind. Das Abendessen und das Frühstück sind in der Höhe des amtlichen Sachbezugswertes steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Der amtliche Sachbezugswert für das Abendessen beträgt 3,10 € und für das Frühstück 1,67 €. Damit sind in der Summe 4,77 € beim Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn.

Essenmarken

Bestehen die Leistungen des Arbeitgebers aus Barzuschüssen in Form von Essenmarken (Essensgutscheine, Restaurantschecks), die vom Arbeitgeber an die Arbeitnehmer verteilt und von einer Gaststätte oder vergleichbaren Einrichtung (Annahmestelle) bei der Abgabe einer Mahlzeit in Zahlung genommen werden, gilt Folgendes:

Es ist nicht die Essenmarke mit ihrem Verrechnungswert, sondern vorbehaltlich die Mahlzeit mit dem maßgebenden Sachbezugswert zu bewerten, wenn

  • tatsächlich eine Mahlzeit abgegeben wird,

  • für jede Mahlzeit lediglich eine Essenmarke täglich in Zahlung genommen wird,

  • der Verrechnungswert der Essenmarke den amtlichen Sachbezugswert einer Mittagsmahlzeit um nicht mehr als 3,10 € übersteigt und

  • die Essenmarke nicht an Arbeitnehmer ausgegeben wird, die eine Auswärtstätigkeit ausüben.

Die Essenmarke darf nicht für Tage ausgegeben werden, an denen der Arbeitnehmer eine Auswärtstätigkeit ausübt. Für Tage, an denen der Arbeitnehmer nicht anwesend ist, muss der Arbeitgeber die Abwesenheit (infolge einer Dienstreise, Urlaub, Erkrankung) feststellen und die Essenmarken zurückfordern. Er kann aber auch in den Folgemonaten die Ausgabe der neuen Essenmarken um die Abwesenheitstage vermindern. Eine Rückforderung ist nicht notwendig, wenn der Arbeitnehmer lediglich an drei Arbeitstagen Dienstreisen durchgeführt oder im Monat nicht mehr als 15 Essenmarken erhalten hat.

Die Versteuerung der Sachbezugswerte kann auch pauschal mit 25 % erfolgen, dadurch fallen für beide Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, keine Sozialbeiträge an.

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 8 Abs. 2 EStG

R 8.1 Abs. 7 LStR

R 8.2 Abs. 8 LStR