Kirchensteuer nach Umzug in ein anderes Bundesland

 - 

Jedes Bundesland erlässt sein eigenes Kirchensteuergesetz. Ein Wohnsitzwechsel wirkt sich auf die Berechnung der Jahreskirchensteuer aus, wenn der Kirchensteuersatz an Ihrem alten und neuen Wohnsitz unterschiedlich hoch ist.

Die Kirchensteuerpflicht endet beim bisherigen Bistum bzw. der bisherigen Landeskirche mit Ende des Umzugsmonats und beginnt beim neuen Bistum bzw. der neuen Landeskirche mit dem folgenden Monat. Die Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer wird gezwölftelt und dann auf die zeitanteilige Bemessungsgrundlage des nach dem jeweiligen Wohnsitz gültigen Kirchensteuersatzes angewendet.

Entsprechendes gilt auch beim besonderen Kirchgeld, wenn dieses beim Umzug wegfällt oder hinzukommt. Das besondere Kirchgeld, eine Sonderregelung der Kirchensteuer, wird fällig, wenn der allein- oder besserverdienende Ehepartner nicht kirchensteuerpflichtig ist. Der Partner ohne oder mit einem nur geringen eigenen Einkommen muss in diesen Fällen zwar keine Kirchensteuer, dafür aber besonderes Kirchgeld zahlen. Dieses bemisst sich nach dem halben Anteil am gemeinsamen Einkommen der Eheleute. So profitieren die Kirchen auch vom Einkommen des nicht kirchensteuerpflichtigen Ehepartners.

Um bei einem Umzug in ein Bundesland mit höherem Kirchensteuersatz einen überhöhten Kirchensteuerabzug für das ganze Jahr zu vermeiden, sollten Sie in Ihrer Steuererklärung in einer gesonderten Anlage deutlich machen, welches Bundesland früher zuständig war und wann der Umzug genau erfolgt ist.

Weitere News zum Thema

  • Steuererklärung: Frist verpasst – was nun?

    [] Der 31.5.2018 ist vorbei, und wer verpflichtet war, eine Steuererklärung für das Jahr 2017 abzugeben, hatte dafür bis gestern Zeit. Für einen Antrag auf Fristverlängerung ist es jetzt natürlich zu spät. Aber wie schlimm ist die Situation wirklich? mehr

  • Steuertermine Juni 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Wer ein iPhone findet: Nicht zu früh freuen

    [] Sie haben ein iPhone gefunden? Und es – ganz vorbildlich – beim Fundbüro abgegeben? Dann ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass Sie nach sechs Monaten Post vom Amt erhalten. Das iPhone gehört Ihnen. Eigentlich. Doch was fangen Sie damit an? mehr

  • BFH hält Nachzahlungszinsen für verfassungswidrig

    [] Der Bundesfinanzhof zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit von Nachzahlungszinsen für Verzinsungszeiträume ab dem Jahr 2015. Begründung: Die Bemessung des Zinssatzes ist realitätsfern und verletzt den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.