Investitionsabzugsbetrag (BMF-Schreiben vom 20.11.2013)

Die unter Selbstständigen sehr beliebte Ansparabschreibung wurde im Jahr 2007 durch den Investitionsabzugsbetrag ersetzt. Seitdem gelten neue Spielregeln für die Bildung und Auflösung einer gewinnmindernden Rücklage nach § 7g EStG.

Freiberufler und Kleingewerbetreibende dürfen zwar weiterhin bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes vor dem Kauf gewinnmindernd erfassen. Kommt es dann aber zu keiner Anschaffung innerhalb des dreijährigen Investitionszeitraumes, ist der Abzugsbetrag rückwirkend aufzulösen. Im Unterschied zur Ansparabschreibung lässt sich die Steuerschuld somit nur dauerhaft in ein anderes Jahr verlagern, wenn tatsächlich investiert wird.

Da die gesetzlichen Vorschriften zum Investitionsabzugsbetrag viele Detailfragen ungeklärt lassen, hat das Bundesfinanzministerium ein Schreiben veröffentlicht, durch das vorhandene Regelungslücken geschlossen werden sollen und das Sie über den nachfolgenden Link aufrufen können. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang: BMF-Schreiben geben die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung wieder und legen bestehendes Recht oft zum Nachteil der Steuerpflichtigen aus. Lassen sich die Vorgaben eines BMF-Schreibens nicht im Gesetz wiederfinden, ist deren rechtliche Durchsetzbarkeit zumindest fraglich. Kommt es zum Streit über einzelne Punkte, haben die Finanzgerichte zu entscheiden, ob sich die Rechtsposition der Verwaltung mit dem Gesetz vereinbaren lässt.

Es wird noch eine Weile dauern, bis alle Detailfragen zum Investitionsabzugsbetrag geklärt sind. Manche steuerliche Entscheidung werden Sie aber nicht so lange aufschieben können. Richten Sie sich nach den Vorgaben der Finanzverwaltung, haben Sie zwar einen Streitpunkt weniger, meist aber auch einen Steuernachteil mehr. Beharren Sie dagegen auf Ihrem abweichenden Standpunkt, müssen Sie notfalls vor Gericht ziehen und dort um Ihr Recht kämpfen.

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.