Kirchensteuer-Erstattung: Finanzamt darf frühere Steuerbescheide ändern

 - 

Gezahlte Kirchensteuer dürfen Sie als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Bekommen Sie die Kirchensteuer in einem späteren Jahr wieder erstattet, darf das Finanzamt die Erstattungsbeträge von der im gleichen Jahr gezahlten Kirchensteuer abziehen. Ihre absetzbare Kirchensteuer ist bei einer Erstattung also geringer.

Was aber, wenn die erstattete Kirchensteuer in einem Jahr nicht komplett mit der gezahlten Kirchensteuer verrechnet werden kann? Das kommt zum Beispiel vor, wenn die gezahlte Kirchensteuer geringer ist oder Sie überhaupt keine Kirchensteuer in diesem Jahr gezahlt haben.

Das Finanzamt verrechnet in diesen Fällen die erstattete Kirchensteuer in einem anderen Jahr. Und zwar in dem Jahr, in dem Sie die gezahlte und jetzt erstattete Kirchensteuer steuerlich geltend gemacht haben.

Haben Sie für das vergangene Jahr bereits einen bestandskräftigen Steuerbescheid, ändert das Finanzamt diesen. Sie erhalten dann einen neuen, geänderten Steuerbescheid.

Die für Sie unangenehme Folge: Eine Steuernachzahlung für das vergangene Jahr. Aber: Darf der Finanzbeamte das überhaupt?

Ja, er darf! Das hat der Bundesfinanzhof leider eindeutig entschieden (BFH-Urteil vom 7.7.2004, Az. XI R 10/04, BFH/NV 2004, 1687).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.