Mehrwertsteuer: Mindestnormalsatz in der EU beträgt 15%

 - 

Der Rat der Europäischen Union hat am 22.06.2018 eine Richtlinie verabschiedet, mit der der Mindestnormalsatz von 15 Prozent dauerhaft festgelegt wird.

Der Mindestnormalsatz verhindere übermäßige Unterschiede zwischen den Mehrwertsteuersätzen der Mitgliedstaaten, erläutert der Rat. Dies beseitige das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen durch niedrigere Mehrwertsteuersätze, die sich auf den grenzüberschreitenden Einkauf und Handel auswirken würden.

Seit 1993 erstmals Mehrwertsteuerregeln für den EU-Binnenmarkt angewendet worden seien, sei ein Mindestnormalsatz von 15 Prozent auf vorläufiger Grundlage aufrechterhalten worden. Er sei zuletzt im Mai 2016 für zwei Jahre – mit Ablaufdatum 31.12.2017 – verlängert worden.

Derzeit würden Vorschläge zur Ersetzung der aktuellen Übergangs-Mehrwertsteuerregelungen durch ein endgültiges Mehrwertsteuersystem und zur Reformierung der Mehrwertsteuersätze erörtert. Dazu hatte die Europäische Kommission im Januar und im Mai 2018 Vorschläge vorgelegt.

(Rat der Europäischen Union, PM vom 22.06.2018)

Weitere News zum Thema
  • [] Die Sachbezugswerte für freie Verpflegung und freie Unterkunft werden jedes Jahr an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Inzwischen stehen die voraussichtlichen Werte für 2023 fest. mehr

  • [] Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS) hat den Referentenentwurf zur Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2023 vorgelegt. Lesen Sie hier, wie sich die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sowie mehr

  • [] An die meisten Arbeitnehmer wird sie im September ausgezahlt: die Energiepreispauschale, oder kurz EPP. Wer hat Anspruch auf sie, was müssen Sie zur Auszahlung wissen, wie wird die EPP an Selbstständige ausgezahlt? Ist die EPP steuerpflichtig? Die Antworten mehr

Weitere News zum Thema