Flexi-Rente

Arbeitnehmer in Deutschland sollen ab 2017 flexibler in Rente gehen können. Diese Idee der Großen Koalition soll jetzt möglichst schnell gesetzlich geregelt werden.

  • Längeres Arbeiten ermöglichen,

  • längeres Arbeiten belohnen und

  • den Übergang von Arbeit zum Ruhestand fließender gestalten.

Diese drei Ziele will die Regierung mit der sogenannten Flexi-Rente erreichen: Ab 2017 sollen Arbeitnehmer flexibler in die Rente einsteigen können.

Geplant ist unter anderem eine Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen (die grundsätzlich bestehen bleiben): Wer heute mit 63 Jahren in Rente geht und mehr als 450 € im Monat dazuverdient, muss deutliche Rentenkürzungen in Kauf nehmen – je nach Höhe des Verdienstes sinken die Bezüge auf zwei Drittel, die Hälfte oder sogar nur ein Drittel der Vollrente. Künftig soll bei Verdiensten von mehr als 450 € 40 % des Zuverdiensts von der Rente abgezogen werden. Bis zu 450 € soll der Zuverdienst frei bleiben.

Wer heute das Rentenalter erreicht hat, seine Rente voll ausbezahlt bekommt und zusätzlich in einem normalen sozialversicherungspflichtigen Job weiterarbeitet, erhöht dadurch nicht seine Rente – obwohl zumindest der Arbeitgeber weiter seinen Arbeitgeberanteil in die Rentenversicherung einzahlen muss. Geplant ist, dass betroffene Arbeitnehmer künftig freiwillig auch ihren Anteil zahlen und so ihre Altersbezüge erhöhen können.

Für die Arbeitslosenversicherung sollen Arbeitgeber künftig keine Beiträge mehr zahlen müssen.

Wer mit einer Frühverrentung rechnet, soll ab 2017 schon ab 50 zusätzlich in die Rentenversicherung einzahlen können, um die Abschläge zu mindern. Bisher ist das erst ab 55 Jahre möglich.