Erziehungsfreibetrag

Zusätzlich zum Kinderfreibetrag steht Eltern der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf zu, kurz Erziehungsfreibetrag.

Den Erziehungsfreibetrag gibt es - wie den Kinderfreibetrag - nur für die Monate, in denen die Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird ein Kind, das das 18. aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat und

  • für einen Beruf ausgebildet wird,

  • sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten befindet, die zwischen zwei Ausbildungsabschnitten oder zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes,

  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann oder

  • ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes leistet,

nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis sind unschädlich.

So hoch ist der Erziehungsfreibetrag:

voller Freibetrag

halber Freibetrag

2009

pro Jahr

2.160,00 €

1.080,00 €

pro Monat

180,00 €

90,00 €

ab 2010

pro Jahr

2.640,00 €

1.320,00 €

pro Monat

220,00 €

110,00 €

Für jedes Kind gibt es die vollen Freibeträge für Kinder nur einmal. Grundsätzlich teilen sich die Eltern die Freibeträge (Halbteilungsprinzip). Verheiratete Eltern mit einem gemeinsamen Kind bekommen die vollen Freibeträge. Wählen die Eltern die getrennte Veranlagung, stehen Vater und Mutter jeweils die halben Freibeträge zu.

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 32 Abs. 6 EStG