Solidaritätszuschlag: Vorlage des FG Niedersachsen beim Bundesverfassungsgericht ist unzulässig
Der Soli wurde übrigens 1991 nicht zur Finanzierung der Wiedervereinigung eingeführt.

Solidaritätszuschlag: Vorlage des FG Niedersachsen beim Bundesverfassungsgericht ist unzulässig

 - 

Mit einem am 7. Juli 2023 veröffentlichtem Beschluss hat das Bundesverfassungsgerichts eine Vorlage des Niedersächsischen Finanzgerichts für unzulässig erklärt. Das Vorlageverfahren betraf die Frage, ob das Solidaritätszuschlaggesetz 1995 in der für das Streitjahr 2007 gültigen Fassung (SolZG 1995) mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Das Bundesverfassungsgericht erklärte, die Vorlage sei unzulässig, weil die Ausführungen im Vorlagebeschluss nicht mit hinreichender Deutlichkeit erkennen ließen, dass das FG Niedersachsen die Verfassungsmäßigkeit der vorgelegten Normen des Solidaritätszuschlaggesetz 1995 (SolZG 1995) sorgfältig geprüft habe.

Hinsichtlich der von ihm angenommenen Ungleichbehandlung lege das FG Niedersachsen zudem nicht hinreichend dar, inwiefern diese entscheidungserheblich für das Ausgangsverfahren sei (BVerfG, Beschluss vom 7.6.2023, Az. 2 BvL 6/14).

→ ausführliche Informationen dazu auf der Internetseite des Bundesverfassungsgerichts

Lesen Sie dazu auch: Bundesfinanzhof entscheidet: Soli ab 2020 nicht verfassungswidrig!

(MB)

Weitere News zum Thema
  • [] Mehr Digitalisierung, neue Regeln für Kindergeld und Kinderfreibeträge, höhere Steuerzinsen und erstmals eine ausdrückliche Rechtsgrundlage für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Steuerverwaltung: Das Jahressteuergesetz 2026 (JStG 2026) enthält mehr

  • [] Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2025 ist inzwischen verstrichen. Ab jetzt kann das Finanzamt Verspätungszuschläge festsetzen, in bestimmten Fällen muss es dies sogar tun. Welche Regelungen gelten dafür und wie kann man sich wehren? mehr

  • [] In wenigen Tagen endet die Frist für die Abgabe der Steuererklärung für 2025. Eigentlich müssen keine Belege und Quittungen mehr mit der Steuererklärung abgegeben werden. Falls das Finanzamt sie doch anfordert, sollte man Kopien einreichen oder die Nachweise mehr

  • [] Die Finanzämter warnen vor gefälschten ELSTER-Mails und Finanzamt-Mails. Die Nachrichten wirken offiziell, kündigen eine Außenprüfung an, locken oft mit angeblichen Steuererstattungen oder drohen mit vermeintlichen Problemen, um an Zugangsdaten, Kontoinformationen mehr

Weitere News zum Thema