Welche Steuererklärungen werden im Finanzamt genau überprüft?

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Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, nach welchen Kriterien im Finanzamt die Steuererklärungen genauer unter die Lupe genommen werden?

Schon 2010 hat die Finanzverwaltung ein bundeseinheitliches Risikomanagementsystem (RMS) eingeführt. Damit werden alle Steuerfälle automatisch vom Computer in eine von mehreren Risikoklassen eingeteilt. Die Risikoklasse bestimmt dann, wie genau die Angaben in einer Steuererklärung angeschaut werden.

Risikoklasse 1: Das ist die höchste Risikoklasse – Steuererklärungen, die der Computer hier einsortiert, werden von vorne bis hinten genau überprüft. Betroffen sind Steuererklärungen mit vielen Einkunftsarten, mit hohen Einkünften und mit Einkünften aus bestimmten Branchen.

Risikoklasse 2: Hier werden Steuerfälle einsortiert, die in bestimmten Punkten auffällig sind. Der Computer überprüft die Steuererklärung insbesondere auf bestimmte Grenzwerte, beispielsweise beim Steuerbonus für Handwerkerleistungen oder beim Arbeitszimmer, und weist dann den Sachbearbeiter auf die prüfungsrelevanten Sachverhalte hin

Risikoklasse 3: Hier landen Steuererklärungen, bei denen der Computer keine Auffälligkeiten gefunden hat. In der Regel werden diese Steuererklärungen automatisch und ohne Zutun eines Finanzbeamten durchgewunken. Betroffen sind vor allem einfache Sachverhalte, beispielweise wenn Sie Angestellter sind und nur geringe Werbungskosten haben.

Risikoklasse 4: Hier werden Unternehmen eingeordnet, die für eine Betriebsprüfung vorgesehen sind.

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