Zahlen Sie gerne Steuern?

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Das Bundesfinanzministerium hat eine repräsentative Umfrage durchführen lassen mit dem erstaunlichen Ergebnis: 76% der Bürgerinnen und Bürger zahlen gerne Steuern. Das finden wir gut, möchten aber darauf hinweisen: Geben Sie dem Staat nicht mehr, als ihm zusteht!

Verschiedene Zeitungen berichteten heute über die Umfrage, deren Ergebnis der Rheinischen Post vorliegt. Steuern zahlen finden also mehr als drei Viertel in Ordnung, allerdings finden gleichzeitig 53%, dass sie persönlich zu viel Steuern zahlen. Und nur 38% der Befragten sind der Meinung, dass Steuergeld im Allgemeinen sinnvoll verwendet wird.

Fast alle scheinen zudem sehr ehrliche Steuerzahler zu sein – warum sonst würden über 90% fordern, dass Steuerhinterziehung hart bestraft werden soll?

82% sind aber auch der Meinung, es können sowieso keine Steuergerechtigkeit geben, "weil die Reichen doch immer einen Weg finden, um weniger Steuern zu zahlen als sie müssten".

Hier die Ergebnisse in der Übersicht:

  • 76 Prozent geben an, persönlich gern Steuern zu zahlen und damit einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten.

  • 77 Prozent sind der Meinung, der Staat solle für gute Lebensbedingungen sorgen und seine Bürger absichern, auch wenn dies mit höheren Steuern verbunden ist.

  • 87 Prozent befürworten die einkommensabhängige Steuerprogression, also dass Besserverdienende stärker belastet werden als Geringverdiener.

  • 53 Prozent sind der Meinung, sie müssten persönlich zu viel Steuern und Abgaben zahlen.

  • 82 Prozent sind der Auffassung, dass es keine Steuergerechtigkeit gebe, weil die Reichen doch immer einen Weg finden, um weniger Steuern zu zahlen als sie müssten.

  • 97 Prozent finden, Steuerhinterziehung von Unternehmen müsse hart bestraft werden, bei der Steuerhinterziehung durch Privatpersonen sind 92 Prozent dieser Meinung.

  • 38 Prozent sind der Meinung, dass Steuergeld im Allgemeinen sinnvoll verwendet wird.

Wofür würden die Befragten die Steuern verwenden?

In der Umfrage sollten die Teilnehmer jeweils vier finanzpolitische Ziele nennen und diese dann nach ihrer Wichtigkeit einordnen.

  • Platz eins mit 90 Prozent Zustimmung: mehr Investitionen in Bildung und Erziehung.

  • Platz zwei mit 87 Prozent Zustimmung: Mehrausgaben für die Pflege.

  • Platz drei mit 80 Prozent Zustimmung: Investitionen in mehr bezahlbaren Wohnraum.

Nur 23 Prozent halten den Schuldenabbau für am Wichtigsten, das brachte dem Thema den vorletzten Platz ein. Ganz hinten rangieren Ausgaben für Rüstung und Verteidigung (8 Prozent Zustimmung).

(MB)

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