Aktuelle Datensammlung zur Steuerpolitik veröffentlicht

 - 

Das Bundesfinanzministerium hat Zahlen, Daten und Fakten zu steuerlich wesentlichen Sachverhalten veröffentlicht. Hier einige Highlights – in den nächsten Tagen werden wir ausführlicher über einzelne Punkte berichten!

  • Im Jahr 2018 betrugen die gesamten Steuereinnahmen mehr als 776 Mrd. Euro.

  • Gemessen an der Höhe der Einkünfte bezahlen die oberen 10 % der Einkommensteuerpflichtigen fast 55 % des gesamten Einkommensteueraufkommens 2019.

  • 2015 gab es rund 2,5 Mio. Einkommensteuerpflichtige, die mit dem Einkommensteuer-Höchstsatz besteuert wurden. Das entspricht rund 6,5 % aller unbeschränkt Einkommensteuerpflichtigen. Sie beziehen rund 29 % des zu versteuernden Einkommens und tragen mit rund 46 % zum Einkommensteueraufkommen bei.

  • 2015 gab es 21.175 Steuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag von 1 Mio. Euro oder mehr – 2002 waren es nur 9.462. Die durchschnittlichen Einkünfte dieser Gruppe sind in den Jahren seit 2002 ungefähr gleich geblieben und lagen in der Regel bei rund 2,7 Mio. Euro.

  • Sowohl die Grenzbelastung als auch die Durchschnittssteuerbelastung war noch nie so niedrig wie 2020. Das gilt sowohl bei Einzelveranlagung als auch im Splittingtarif.

  • Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist zwischen 2010 (rund 4,5 Billionen Euro) und 2018 von rund 4,5 Billionen Euro auf rund 6,2 Billionen Euro gewachsen. Das sind rund 1,7 Billionen Euro!

  • Mit einem Anteil von 75 % (gemessen an der Zahl aller Einkommensteuerpflichtigen) gab es im Jahr 2015 die meisten Kirchensteuerpflichtigen im Saarland

  • Bei den Freiberuflern lagen im Jahr 2015 die durchschnittlichen Einkünfte zwischen 14.561 Euro (künstlerische Berufe) und 356.120 Euro (Notare).

  • 2017 gehörten rund 88 % der Unternehmen zur Gruppe der »Kleinen Unternehmen«. Sie erbringen Lieferungen und Leistungen unter 1 Mio. Euro.

  • Im Schnitt droht Unternehmen nur alle 41,4 Jahre eine Betriebsprüfung – allerdings variiert die Zeit zwischen zwei Betriebsprüfungen zwischen 4,6 und 93,9 Jahren.

aav_belege_ordner.jpg

(Quelle: Alle Zahlen aus Bundesministerium der Finanzen: Datensammlung zur Steuerpolitik 2019 | Bild: AdobeStock)

(MB)

Weitere News zum Thema
  • [] Gegen einen fehlerhaften Steuerbescheid können Sie sich mit einem Einspruch wehren. Scheuen Sie sich nicht, von der Möglichkeit des Einspruchs Gebrauch zu machen. Denn es ist Ihr gutes Recht, steuerlich 100-prozentig richtig behandelt zu werden! Außerdem ist ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid heute eher die Regel als die Ausnahme. mehr

  • [] Die Zahlung eines beamtenrechtlichen Sterbegeldes, das pauschal nach den Dienstbezügen bzw. dem Ruhegehalt des Verstorbenen bemessen wird, ist nicht steuerfrei. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. mehr

  • [] Das Bundesverfassungsgericht hat heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass es in zwei Verfahren die Höhe des gesetzlichen Zinssatzes von monatlich 0,5 % (6 % im Jahr) auf Steuernachzahlungen und Steuererstattungen des Finanzamts für verfassungswidrig erklärt hat. mehr

Weitere News zum Thema