Sozialversicherung/Beitragsbemessungsgrenzen

Die Verordnung über maßgebende Rechengrößen in der Sozialversicherung (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung) wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erlassen.

In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt der Wert bundeseinheitlich. Die abweichende Bezugsgröße »Ost« hat nur noch Bedeutung für die Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

Für 2027 gelten folgende Werte:

Sozialversicherungsrechengröße

Monat (€)

Jahr (€)

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

4.130

49.560

Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung nach § 6 Absatz 6 SGB V (Versicherungspflichtgrenze)

7.012,50

84.150

Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung nach § 6 Absatz 7 SGB V (Beitragsbemessungsgrenze)

6.075

72.900

Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung nach § 6 Absatz 8 SGB V

6.712,50

80.550

Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung

6.375

76.500

Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung

8.850

106.200

Beitragsbemessungsgrenze in der knappschaftlichen Rentenversicherung

10.900

130.800

vorläufiges Durchschnittsentgelt 2027 in der Rentenversicherung

-

53.452

endgültiges Durchschnittsentgelt 2025 in der Rentenversicherung

-

49.147

Für 2026 gelten folgende Werte:

Sozialversicherungsrechengröße

Monat (€)

Jahr (€)

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

3.955

47.460

Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Absatz 6 SGB V (Versicherungspflichtgrenze) in der Kranken- und Pflegeversicherung

6.450

77.400

Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Absatz 7 SGB V (Beitragsbemessungsgrenze) in der Kranken- und Pflegeversicherung

5.812,50

69.750

Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung

8.450

101.400

Beitragsbemessungsgrenze in der knappschaftlichen Rentenversicherung

10.400

124.800

vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026 in der Rentenversicherung

–

51.944

(endgültiges) Durchschnittsentgelt 2024 in der Rentenversicherung

–

47.085

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung beeinflussen die Beiträge zur Sozialversicherung (Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung).

Das vorläufige Durchschnittsentgelt n der gesetzlichen Rentenversicherung entspricht dem durchschnittlichen Brutto-Lohn oder -Gehalt eines beschäftigten Arbeitnehmers.

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird anhand der Bezugsgröße die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder sowie für das Mindestarbeitsentgelt festgelegt. In der gesetzlichen Rentenversicherung hängt von ihr ab, wie viel Beitrag Selbstständige oder Pflegepersonen zahlen müssen.

Die Beitragsbemessungsgrenze markiert das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist beitragsfrei.

Wer über die Versicherungspflichtgrenze hinaus verdient, kann sich, wenn er möchte, bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zugleich die Jahresarbeitsentgeltgrenze.

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