Offene Handelsgesellschaft

Der Zweck einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) ist auf den Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma gerichtet. Die OHG ist in das Handelsregister einzutragen. Die OHG gehört zu den Personengesellschaften, sie haftet gegenüber ihren Gläubigern unbeschränkt.

Personengesellschaften gehören nicht zu den juristischen Personen und haben in der Folge keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Zwangsläufig wird nicht die OHG zur Einkommensteuer veranlagt, sondern die einzelnen Gesellschafter der Personengesellschaft.

Am Ende eines Geschäftsjahres ist der Gewinn der Gesellschaft festzustellen und den einzelnen Gesellschaftern zuzurechnen. Bei den einzelnen Gesellschaftern führt diese Gewinnzurechnung zu Einkünften aus Gewerbebetrieb.

Personengesellschaften sind fast immer gewerblich tätig (Ausnahme: Partnerschaftsgesellschaft, an der keine berufsfremde Person beteiligt ist) und unterliegen daher mit ihrem Gewinn der Gewerbesteuer, insofern keine Befreiung von der Gewerbesteuer greift.

Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer ist der nach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes ermittelte Gewinn. Dieser wird um Hinzurechnung nach § 8 GewStG erhöht und um Kürzungen nach § 9 GewStG vermindert. Greift keine Steuerbefreiung, unterliegen die getätigten Umsätze der Personengesellschaft der Umsatzsteuer.

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 15 EStG

§ 8 GewStG

§ 9 GewStG