Versicherungsvertreter
Versicherungsvertreter ist, wer als Handelsvertreter damit betraut ist, Versicherungsverträge zu vermitteln oder abzuschließen. Für das Vertragsverhältnis zwischen dem Versicherungsvertreter und dem Versicherer gelten die Vorschriften für das Vertragsverhältnis zwischen dem Handelsvertreter und dem Unternehmer (§ 84 ff. HGB). Ein Versicherungsvertreter hat einen Anspruch auf Provision nur für Geschäfte, die auf seine Tätigkeit zurückzuführen sind.
Versicherungsvertreter, die Versicherungsverträge selbst vermitteln, sind im vollen Umfang selbstständig tätig. Dies gilt auch, wenn sie neben Provisionsbezügen ein mäßiges festes Gehalt bekommen. Soweit ein Spezialagent nebenbei auch Verwaltungsaufgaben und die Einziehung von Prämien oder Beträgen übernommen hat, sind die Einnahmen daraus als Entgelt für selbstständige Nebenleistungen zu behandeln. Versicherungsvertreter, die mit einem eigenen Büro für einen bestimmten Bezirk sowohl den Bestand zu verwalten als auch neue Geschäfte abzuschließen haben und im Wesentlichen auf Provisionsbasis arbeiten, sind in der Regel Gewerbetreibende.
Führt der Unternehmer (Versicherung) das vom Versicherungsvertreter vermittelte Geschäft aus, kommt es zur Abnahme der Vermittlungsleistung durch den Unternehmer. Bei Abnahme tritt beim Versicherungsvertreter ertragsteuerlich die Gewinnrealisierung ein. Als Abnahmezeitpunkt gilt die erstmalige Zahlung der Versicherungsprämie durch den Bausparkassenkunden. Versicherungsvertreter können ihren Gewinn nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung aber auch nach dem Betriebsvermögensvergleich ermitteln. Die Tätigkeit des Versicherungsvertreters unterliegt keiner Umsatzsteuer.
Gesetze und Urteile (Quellen)
R 15.1 Abs. 1 EStR
H 15.1 Abs. 1 EStR
§§ 84 ff. HGB
Der Minijob: Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen!
Ein Minijob ist eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, bei der der monatliche Arbeitslohn die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten darf. Bei der Geringfügigkeitsgrenze handelt es sich um einen dynamischen Wert. Das heißt, mit jeder Erhöhung des Mindestlohns steigt auch die Geringfügigkeitsgrenze an. Zum 1.1.2026 liegt der Mindestlohn bei 13,90 € pro Stunde und die Geringfügigkeitsgrenze somit bei 603,– €. Ab dem 1.1.2027 steigt der Mindestlohn erneut, und zwar auf 14,60 € und die Geringfügigkeitsgrenze beträgt dann 633,– € monatlich.