Testament: Letzten Willen leichter auffinden

 - 

Damit ein Testament im Todesfall rechtzeitig gefunden wird, gibt es das Zentrale Testamentsregister.

Zum 31.12.2018 waren in diesem Register etwa 16,7 Millionen erbfolgerelevante Urkunden, vor allem Testamente und Erbverträge gespeichert.

Das Register wird in jedem Sterbefall von Amts wegen auf vorhandene Testamente und andere erbfolgerelevante Urkunden geprüft.

Die Bundesnotarkammer informiert daraufhin das zuständige Nachlassgericht, ob und welche Verfügungen von Todes wegen zu beachten sind.

Dadurch wird der Letzte Wille des Erblassers gesichert, und Nachlassverfahren können schneller und effizienter durchgeführt werden.

Erfasst werden im Register Angaben zur Person des Erblassers, zum Verwahrort und zur Urkunde selbst.

Man weiß also, wo das Testament zu finden ist. Doch keine Angst: Dessen Inhalt wird nicht öffentlich.

Nicht registriert werden Testamente, die privat aufbewahrt werden – etwa zu Hause oder bei Bekannten.

Die Abfrage von Daten des Testamentsregisters erfolgt ausschließlich elektronisch, und zwar lediglich durch Amtsträger wie Notare und Gerichte unter Angabe des Geschäftszeichens.

Die Eintragungen in das Zentrale Testamentsregister kosten 15,– € je Registrierung bzw. 18,– € bei Rechnung von der Bundesnotarkammer.

Die Gebühr wird einmalig erhoben und deckt sämtliche Kosten der Registrierung, eventuelle Berichtigungen, Ergänzungen und Folgeregistrierungen sowie der Benachrichtigungen im Sterbefall ab.

Die amtliche Verwahrung (beim Nachlassgericht) eines Testaments mit Registrierung beim Zentralen Testamentsregister kostet (einmalig) 75,– € zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Zentralen Testamentsregisters und kostenfrei über das Info-Telefon für Bürgerfragen: 0800/3550700.

(MS)

Weitere News zum Thema

  • Vermögenswirksame Leistungen auch vor Renteneintritt

    [] Vermögenswirksame Leistungen können als Altersvorsorge dienen, sie können jedoch auch bereits nach sieben Jahren ausgezahlt werden. Diese siebenjährige Bindungsfrist hindert wohl viele Arbeitnehmer, die in zwei oder drei Jahren in Rente gehen, am Abschluss eines neuen VL-Vertrags. Schade drum. mehr

  • Private Rente: Hartz-IV-Schutz kaum genutzt

    [] Wer eine private Rentenversicherung oder eine Kapitallebensversicherung besitzt, kann diese Hartz-IV-sicher machen, und wer Bescheid weiß, kann die Rücklage fürs Alter auch vor einer Pfändung schützen. Zahlen der Debeka belegen allerdings: Diese Möglichkeiten werden kaum genutzt. mehr

  • Betriebsübernahme: Betriebsrente darf nicht gekürzt werden

    [] Jedes Jahr wechseln Hunderttausende Arbeitnehmer den Arbeitgeber – ohne dabei selbst aktiv zu werden: nämlich durch eine Betriebsübernahme. Die Betroffenen haben dann, ohne den Arbeitsplatz zu wechseln, über Nacht einen neuen Arbeitgeber. Das kann gegebenenfalls Folgen auch für die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten haben – etwa wenn beim neuen Arbeitgeber eine betriebliche Versorgungsordnung besteht. mehr

  • Betriebsrente: Entlastung erst am Jahresende

    [] Ende 2019 hat der Gesetzgeber eine teilweise Entlastung von Betriebsrentnern von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ab Anfang 2020 beschlossen. Bislang merken die Betroffenen überwiegend noch nichts hiervon. Zum Teil wird es bis zum Jahresende dauern, bis die Krankenkassen das Gesetz umsetzen können. Beschwerdebriefe und eingereichte Widersprüche werden hieran nichts ändern. mehr

  • Riester-Provisionen teilweise rechtswidrig

    [] Von der Riester-Rente profitieren in jedem Fall die Anbieter. Und viele gleich mehrfach – nämlich bei jeder (zulagenbedingten) Beitragsanpassung. Das ist teilweise rechtswidrig. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät betroffenen Versicherten, zu Unrecht einbehaltene Provisionen zurückzufordern. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.