Fahrrad

Wird das private Fahrrad bei der Erzielung von Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit genutzt, entstehen Werbungskosten, die der Arbeitnehmer in Rahmen seiner jährlichen Einkommensteuerklärung geltend machen kann. Hierbei sind die Kosten für die Wartung, Reparaturen, Pflege und die Abschreibung als Werbungskosten absetzbar. Jedoch können diese Kosten nicht zu 100 Prozent als Werbungskosten geltend gemacht werden. Vielmehr muss der private und der berufliche Nutzungsanteil geschätzt werden. Daraufhin sind die jährlichen Kosten auf den beruflichen und den privaten Nutzungsanteil zu verteilen. Der so ermittelte berufliche Nutzungsanteil kann als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Wird das Fahrrad für Dienstreisen oder für eine Einsatzwechseltätigkeit genutzt, kann neben dem Einzelnachweis der Kosten (individueller Kilometersatz, siehe erster Absatz) auch die Kilometerpauschale von 0,05 € pro gefahrenen Kilometer zum Ansatz kommen.

Wird das Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt, kann die Entfernungspauschale von 0,30 € ab dem ersten Entfernungskilometer angesetzt werden. Die Entfernungspauschale gilt nur für eine Hin- oder für eine Rückfahrt.

Gesetze und Urteile (Quellen)

§ 9 EStG