Manisch-depressiv im Kaufrausch: Fiskus beteiligt sich nicht

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Ein Manisch-depressiver, der in seinen manischen Phasen einem Kaufzwang folgen muss, kann die Kosten in seiner Steuererklärung nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend machen.

Das entschied das FG München. Die Richter begründeten ihr Urteil mit dem Argument: Der manisch-depressive Steuerpflichtige bekommt ja mit der gekauften Ware einen Gegenwert für sein Geld (FG München, Urteil vom 10.3.2008, Az. 13 K 2392/05).


Hintergrund:

Für besondere Ausgaben in "außergewöhnlichen" Lebenssituationen können Sie vom Finanzamt eine Steuerermäßigung erhalten: die außergewöhnlichen Belastungen. Da gibt es einerseits die außergewöhnlichen Belastungen besonderer Art, die Ihnen im Rahmen bestimmter Pausch- oder Höchstbeträge zustehen. Dazu gehören der Behinderten-Pauschbetrag, der Hinterbliebenen-Pauschbetrag und der Höchstbetrag für die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt.

Daneben gibt es die außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art in unbeschränkter Höhe, die sich aber nur steuermindernd auswirken, soweit ein bestimmter Betrag überschritten ist (die sogenannte "zumutbare Belastung"). Zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art gehören bestimmte Kosten bei behinderten oder pflegebedürftigen Menschen, Unterstützungsleistungen in besonderen Fällen an eine Ihnen nahestehende Person, Krankheitskosten, Kurkosten, Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung usw.

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