Widersprechen Sie der Teleauskunft über Inverssuche!

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Bislang war es grundsätzlich nur möglich, bei der Teleauskunft eine Rufnummer zu erfragen, wenn Sie den Namen und/oder die Anschrift des Teilnehmers kannten. Durch die Änderung des Telekommunikationsgesetzes soll nun auch der umgekehrte Fall zulässig sein: Ist Ihnen die Telefonnummer eines Anschlussinhabers bekannt, erhalten Sie über die Auskunft auch dessen Namen bzw. die Anschrift. Diese so genannte "Invers- oder Rückwärtssuche" ist möglich, sofern Sie im Telefonbuch oder in einem anderen öffentlich zugängigen gedruckten oder elektronischen Kundenverzeichnis eingetragen sind (z. B. im Internet oder auf CD). Aber: Die Inverssuche ist nur erlaubt, wenn Sie keinen Widerspruch dagegen einlegen. Bleibt die Änderung unwidersprochen, können nach Ablauf von vier Wochen Ihre Daten über die Rückwärtssuche erfragt werden.

Auf diese Änderungen werden Sie derzeit im "Kleingedruckten" Ihrer Telefonrechnung hingewiesen. Dabei berücksichtigt beispielsweise die Telekom sämtliche Vorgaben des Gesetzes. Die zulässige Klausel weist ausführlich auf alle notwendigen Informationen sowie ausdrücklich auf das Ihnen zustehende Widerspruchsrecht hin.

Verbraucherschützer und Datenschützer raten dringend, dieser Änderung umgehend zu widersprechen, um die Daten vor dem missbräuchlichen Zugriff Dritter schützen. Denn eine Telefonauskunft erhält ohne Widerspruch jeder, gleichgültig zu welchem Zweck (z. B. sollen private Adressen zu Werbezwecken ermittelt werden). Beachten Sie: Sie können auch jederzeit nachträglich widersprechen, doch bis zu diesem Zeitpunkt werden die Daten abrufbar sein.

Als Telefonkunde können Sie kostenlos bei dem von Ihnen genutzten Telefondiensteanbieter widersprechen. Das heißt, für die Sperre der Rückwärtssuche dürfen von Ihnen keine Gebühren verlangt werden. Telekomkunden können telefonisch über die kostenpflichtige Telefonnummer 0137 5 10 33 00 (12 Cent/Anruf) widersprechen. In diesem Fall wird automatisch der Anschluss gesperrt, von dem aus diese Nummer angerufen wird. Der Widerspruch gegen die Inverssuche umfasst bei einem ISDN-Anschluss sämtliche zum Anschluss gehörige Nummern. Ein Widerspruch ist auch schriftlich per Brief oder Fax möglich. Senden Sie in diesem Fall den Widerspruch an Ihren Telefondiensteanbeiter (z. B. Telekom). Die Adresse entnehmen Sie bitte Ihrer Telefonrechnung.

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