Tipp für Arbeitgeber: Arbeitnehmer motivieren durch steuerbegünstigte Erholungsbeihilfe

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Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren von einer pauschalversteuerten sozialversicherungsfreien Erholungsbeihilfe.

In den kommenden Wochen gehen die meisten Arbeitnehmer in Urlaub. Und dann kann der Arbeitgeber ausgewählten oder auch allen Mitarbeitern eine steuerbegünstigte Erholungsbeihilfe zahlen. Als Arbeitgeber müssen Sie dafür pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 % zahlen, zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer (§ 40 Abs. 2 Nr. 3 EStG). Aufgrund der Pauschalversteuerung bleibt die Zahlung sozialversicherungsfrei. Der Arbeitnehmer bekommt die Beihilfe also ohne jeden Abzug ausbezahlt.

Das sind die Voraussetzungen für die Erholungsbeihilfe

Wichtig ist, dass sich der Arbeitgeber an die Spielregeln der Finanzverwaltung hält, damit es nicht später bei einer Lohnsteuerprüfung Ärger gibt:

  • Die jährliche Höchstgrenze beträgt 156,00 € für den Arbeitnehmer, 104,00 € für dessen Ehegatten und 52,00 € für jedes Kind.

  • Die Beihilfe muss zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Sie dürfen daher nicht normalen Lohn in eine Beihilfe umwandeln. Urlaubsgeld, auf das der Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch hat, kann jedoch in eine begünstigte Beihilfe umgewandelt werden. Beide Seiten profitieren dann von der Sozialversicherungsfreiheit.

  • Die Beihilfe muss in zeitlichem Zusammenhang mit einem Urlaub des Arbeitnehmers stehen. Sie dürfen sie innerhalb eines Zeitrahmens von drei Monaten vor oder nach dem Urlaub zahlen.

Beispiel:

Der Arbeitnehmer Herr Kolb macht im August Urlaub mit seiner Frau und seinen drei Kindern. Sein Arbeitgeber zahlt ihm im Juli eine Erholungsbeihilfe in Höhe von 416,00 € (156,00 € + 104,00 € + 3 × 52,00 €) und führt darauf pauschale Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer ab. Herr Kolb bekommt die Beihilfe ohne Abzüge ausgezahlt.

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