Alles unklar ab 2007: Unfallkosten beim Betriebs-Pkw

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Bei einem Betriebs-Pkw wurden bisher Unfallkosten in voller Höhe als Betriebsausgabe gebucht - unabhängig davon, ob der Unfall auf einer privaten oder betrieblichen Fahrt oder auf der Fahrt zwischen Wohnung und Betrieb passiert war. So war es bei 1%-Methode und Fahrtenbuch, bei notwendigem und auch bei gewillkürtem Betriebsvermögen.

Doch wie ist das ab 2007? Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb gelten jetzt nicht mehr als betrieblich und dementsprechend sollen auch die Kosten eines Unfalls auf solchen Fahrten nicht mehr steuerlich abzugsfähig sein. So will es der Gesetzgeber bei Arbeitnehmern und dementsprechend wohl auch bei Unternehmern. Das würde bedeuten, dass es jetzt finanziell einen Riesenunterschied macht,

  • ob der Unfall auf einer betrieblichen oder rein privaten Fahrt passiert ist (dann müssten die Kosten eigentlich wie bisher als Betriebsausgabe abziehbar sein) oder
  • auf der Fahrt zwischen Wohnung und Büro/Praxis/Betrieb (dann wären die Unfallkosten überhaupt nicht abziehbar).

Das klingt ziemlich absurd, oder?

Folgender Punkt macht die Lage noch verworrener: Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb zählen doch wieder zur betrieblichen Nutzung, wenn es darum geht, ob ein Pkw zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird und damit der Privatanteil nach der 1 %-Methode zu versteuern ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 EStG). Die Finanzverwaltung hat sich zur neuen Rechtslage ab 2007 leider noch nicht klar geäußert. Daher unser (nicht ganz ernst zu nehmender) Tipp: Wir empfehlen Ihnen, vorsichtshalber nur noch Unfälle auf eindeutig betrieblichen Fahrten zu bauen, denn dann sind die Folgekosten auch eindeutig als Betriebsausgabe abziehbar!

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