EÜR: Führen eines Kassenbuchs Pflicht?

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Wenn Sie als Selbstständiger von Ihren Kunden Bargeld erhalten, müssen Sie Ihre Einnahmen aufzeichnen. Tun Sie das nicht oder nur unvollständig, kann das Finanzamt Ihren Gewinn durch eine Hinzuschätzung erhöhen. Sind Sie als Einnahmen-Überschuss-Rechner dazu verpflichtet, ein aufwendiges Kassenbuch zu führen?

Sie haben Glück! Im Unterschied zu Selbstständigen, die ihren Gewinn über die Bilanz ermitteln und daher buchführungspflichtig sind, müssen Sie als Einnahmen-Überschuss-Rechner kein Kassenbuch führen.

Damit sind Sie von einer sehr lästigen und mit vielen Risiken behafteten Pflicht befreit. Denn die formalen Auflagen an Kassenbücher sind so hoch, dass mancher Betriebsprüfer des Finanzamtes noch kein ordnungsgemäß (=fehlerfrei) geführtes Kassenbuch gesehen hat.

Als Einnahmen-Überschuss-Rechner müssen Sie Ihren Bareinnahmen zwar auch vollständig belegen, allerdings reicht das Führen einer Kladde dafür aus. In dem Heft/Buch notieren Sie Ihre Tageseinnahmen und fassen diese dann am Ende des Tages zu einer Summe zusammen.

Ihre Bareinnahmen müssen Sie nicht handschriftlich aufzeichnen. Möglich ist auch die elektronische Erfassung, zum Beispiel durch den Einsatz einer Registrierkasse. Am Ende eines Tages sollten Sie dann einen Summenbon erstellen und diesen in Ihrem Steuerordner abheften.

Auch als Einnahmen-Überschuss-Rechner dürfen Sie ein Kassenbuch führen. Entscheiden Sie sich dafür, sind Sie allerdings verpflichtet, es korrekt zu machen. Fehler sind dann vorprogrammiert. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, auf ein Kassenbuch zu verzichten und die Bargeschäfte durch andere Aufzeichnungen zu belegen.

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