Wann sind Beiträge zur Instandhaltungsrücklage als Werbungskosten abziehbar?

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Beiträge zur Instandhaltungsrücklage kann der einzelne Wohnungseigentümer erst dann als Werbungskosten abziehen, wenn sie tatsächlich für Erhaltungsmaßnahmen bei vermieteten Wohnungen ausgegeben werden. Das gilt auch nach der Änderung des Wohneigentumsrechts, so der Bundesfinanzhof.

Die Rechtsprechung ist an sich nicht neu. Allerdings ist das Wohnungseigentumsgesetz zwischenzeitlich geändert worden. Die Änderungen beziehen sich auf zivilrechtliche Fragen. Für die Frage, zu welchem Zeitpunkt Werbungskosten abziehbar sind, spielt das nach Meinung des BFH aber keine Rolle. Voraussetzung ist immer der tatsächliche Abfluss für Instandhaltungsarbeiten (BFH, Beschluss vom 9.12.2008, Az. IX B 124/08, BFH/NV 2009 S. 571).

Als Konsequenz dieses Beschlusses kann der Käufer beim Erwerb die vom Verkäufer geleisteten Beiträge zur Instandhaltungsrücklage als Werbungskosten ansetzen. Voraussetzung: Er vermietet die Wohnung weiterhin. Er kann also Gelder abziehen, die er nicht selbst aufgebracht hat, sondern der Verkäufer.

Steuertipp
Als Verkäufer sollten Sie die von Ihnen geleisteten, aber noch nicht ausgegebenen Beiträge zur Instandhaltungsrücklage bei der Höhe des Kaufpreises einrechnen.

Kauftipp: Ihr Recht als Wohnungseigentümer (Broschüre)

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