Alzheimer kann jeden treffen: Vorsorgevollmacht empfehlenswert

Alzheimer kann jeden treffen: Vorsorgevollmacht empfehlenswert

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Was hat der Fußballer Gerd Müller mit dem Boxer Sugar Ray Robinson gemeinsam? Und was verbindet die Schauspielerin Rita Hayworth mit ihrem Kollegen Charles Bronson? Richtig: Sie litten ebenso an Alzheimer wie die Politiker Ronald Reagan und Harold Wilson sowie die Geistesgrößen Gabriel García Márquez und Walter Jens.

Das Leben dieser Berühmtheiten endete mit einem langsamen geistigen Sonnenuntergang, wie es Ronald Reagan treffend formulierte. Alzheimer fühlt sich an wie Honig im Kopf und führt zu einem Leben ohne Gestern. Von den 65-Jährigen sind etwa 2 % betroffen, bei den 70-Jährigen sind es bereits 3 %, bei den 75-Jährigen 6 %, und bei den 85-Jährigen zeigen etwa 20 % Symptome der Krankheit. Frauen erkranken deutlich häufiger an Alzheimer als Männer. Ein Grund hierfür ist ihre höhere Lebenserwartung.

Noch immer unheilbar

In Deutschland leiden aktuell etwa 1,7 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung. Rund zwei Drittel von ihnen werden von Angehörigen in der häuslichen Umgebung betreut und gepflegt. Unter den Mitgliedern der Barmer-Krankenkasse, die im Jahr 2009 mit über 60 Jahren verstarben, waren 47 % der Frauen und 29 % der Männer demenzkrank, zuvor waren davon jeweils etwa 90 % pflegebedürftig.

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Die Alzheimer-Demenz zählt zu den primären Demenzen, bei denen die kognitiven Veränderungen direkt auf Gehirnveränderungen zurückzuführen sind, die nach derzeitigen Kenntnisstand nicht umkehrbar und nicht behandelbar sind. Diese bestehen in der Bildung von Plaques aus fehlerhaft gefalteten Beta-Amyloid-Peptiden im Gehirn des Betroffenen. Zusätzlich kennzeichnen Neurofibrillen, die sich in Form von Knäueln in den Neuronen ablagern, die Erkrankung.

Bewegung beugt Alzheimer vor

Da diese Krankheit unheilbar ist, lässt sich lediglich im Vorhinein gegen sie vorgehen. Verschiedene vorbeugende Maßnahmen gegen typische Zivilisationskrankheiten scheinen auch die Wahrscheinlichkeit zu senken, an Alzheimer zu erkranken:

  1. ausreichende Bewegung,

  2. gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Pflanzen mit dem Antioxidans Quercetin, das in Äpfeln enthalten ist,

  3. B-Vitamine, insbesondere Folsäure, 

  4. ungesättigte Fettsäuren, vor allem Fischöl und

  5. Verzicht auf Nikotin.

Handeln, bevor es zu spät ist

Vorsorge-Experte Michael Santak vom Portal steuertipps.de mahnt: "Das Risiko ist statistisch gesehen zwar gering, doch Alzheimer kann jeden treffen. Daher ist es empfehlenswert, seinen nächsten Angehörigen eine Vorsorgevollmacht zu erteilen. Falls es keine Angehörigen gibt, ist eine Betreuungsverfügung sinnvoll. Überlegenswert ist auch der Abschluss einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung."

Mit einer Vorsorgevollmacht können Demenzkranke Personen ihres Vertrauens das Recht einräumen, in ihrem Namen zu entscheiden und zu handeln, wenn sie dazu selbst nicht mehr in der Lage sind.

Wenn keine Vertrauensperson existiert, der man eine Vorsorgevollmacht erteilen kann, hilft eine Betreuungsverfügung. Mit ihr legt man fest, wer der Betreuer sein soll, falls eine gerichtliche Betreuung notwendig wird. In einer Betreuungsverfügung kann auch festgehalten werden, wer auf keinen Fall als Betreuungsperson eingesetzt werden soll und wie man sich seine spätere Lebensgestaltung vorstellt, zum Beispiel hinsichtlich Unterbringung in einem Heim. 

Im Unterschied zur Vorsorgevollmacht können Demenzkranke eine Betreuungsverfügung auch dann noch aufsetzen oder ändern, wenn sie schon nicht mehr voll geschäftsfähig sind.

Sorgen Sie heute schon für morgen vor, denn durch einen Unfall, eine Krankheit oder im Alter kann jeder in die Lage kommen, dass er selbst nicht mehr handeln kann.  Der VorsorgePlaner Plus: Eine Vorsorge nicht nur für Sie – auch für Ihre Angehörigen. Dieses Paket enthält zusätzlich einen Ordner zur Ablage und sicheren Aufbewahrung der ausgefüllten Formulare.

(MS)

 

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