Seid nett zueinander und verbessert die Welt

Seid nett zueinander und verbessert die Welt

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Heute ist Weltnettigkeitstag, und der hat einen tieferen Sinn: Nettsein ist der Anfang einer besseren Welt – wenn alle (!) mitmachen.

Der Weltnettigkeitstag findet jedes Jahr am 13. November statt. Das Ziel dieses Aktionstags besteht darin, die individuelle Nettigkeit zu steigern und den freundlichen Umgang miteinander zu fördern. Das soll zu einer freundlicheren Welt führen.

Der Weltnettigkeitstag wurde am 13.11.1998 in Tokio mit der "Konferenz der Nettigkeit" begründet. Die als überwältigend empfundene Höflichkeit der Japaner wird meistens mit deren Volkscharakter, etwa dem Harmoniebewusstsein, erklärt. Festgemacht wird die Höflichkeit in erster Linie an einer respektvollen Sprache.

Angesichts der aktuellen Verrohung der Umgangsformen in bestimmten Bereichen des Internets und der zunehmenden Unhöflichkeiten in der Politik scheint eine Besinnung auf Respekt, Anstand und Würde angebracht, die nicht bloß einen Tag lang anhält.

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Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus

Freundlichkeit besteht im anerkennenden und wohlwollenden Verhalten eines Menschen. Vorteil: Freundlichkeit erzeugt oft eine freundliche Haltung des Gegenübers.

Der Philosoph Lao-Tse war überzeugt: "Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe." Und der Schriftsteller Mark Twain formulierte poetisch: "Freundlichkeit: eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können."

Differenzierter beschrieb Aristoteles freundliches Verhalten als die Mitte zwischen dem Verhalten des Gefallsüchtigen und dem Verhalten des Streitsüchtigen: "Der Freundliche begegnet seinem Gegenüber liebenswürdig und bringt ihm das Interesse entgegen, das ihm gebührt. Er nimmt Rücksicht auf andere und versucht sich so zu benehmen, dass niemand Anstoß an ihm nimmt."

Wer freundlich ist, wird auf längere Sicht belohnt

Dass Freundlichkeit nützlich sein kann, belegt die Spieltheorie anhand von Computersimulationen verschiedener Spielstrategien im sogenannten Gefangenendilemma. Dabei können verschiedene soziale Strategien zuverlässig untersucht und miteinander verglichen werden.

Unter 63 unterschiedlichen Spielstrategien war die Strategie, die am Ende die meisten Punkte erzielte, die Strategie "Tit for Tat" ("Wie du mir, so ich dir"). Diese Strategie beginnt mit Kooperation. Wird diese nicht erwidert: sofort Vergeltung üben, aber bloß für genau eine Runde.

Diese Strategie verknüpft die Logik der Nutzenmaximierung mit wertrationalem Handeln. Sie zeigt: Mit Unfreundlichkeit kann man zwar in einem einzelnen Spiel einen Gewinn erzielen, doch Freundlichkeit und Kooperation sind langfristig eher geeignet, die größeren Erfolge hervorzubringen.

(MS)

 

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