Rentenerhöhung 2025: So viel mehr Rente gibt es ab dem 1.7.2025
Auch 2025 steigt die gesetzliche Rente. -Symbolbild-

Rentenerhöhung 2025: So viel mehr Rente gibt es ab dem 1.7.2025

 - 

Ab dem 1. Juli 2025 steigt die gesetzliche Rente um 3,74%: Der Bundesrat hat am 13. Juni 2025 einstimmig der Rentenwertbestimmungsverordnung 2025 zugestimmt.

Die Bundesregierung informiert jedes Jahr im November mit dem Rentenversicherungsbericht über die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Üblicherweise wird dann im März die Höhe der Rentenanpassung in einer Verordnung festgelegt – dieses Mal wurde die Verordnung zur neuen Rentenhöhe erst Ende April beschlossen. Nach der Zustimmung durch den Bundesrat tritt die Verordnung in Kraft. Ab Juli steigen dann jedes Jahr die Renten – fast jedes Jahr jedenfalls, denn es gab auch schon »Nullrunden« bei der Rentenerhöhung.

Inhalt

Wie hoch wird die gesetzliche Rente 2025?

Ab dem 1.7.2025 wird die gesetzliche Rente um 3,74 Prozent angehoben. Die Rentenerhöhung gilt in ganz Deutschland, seit 2024 gibt es keine unterschiedlichen Rentenanpassungen für Ost und West mehr.

Zum 1.7.2024 wurde die Rente um 4,57 % angehoben. Es war das erste Jahr, in dem die Rentenerhöhung in allen Bundesländern gleich war (→ mehr zur Rentenerhöhung 2024).

Zum 1.7.2023 waren die Renten im Westen um 4,39 % und im Osten um 5,86 % angehoben worden.

Zum 1.7.2022 waren die Renten im Osten um 6,12 Prozent und im Westen um 5,35 Prozent gestiegen.

2021 hatte sich die Corona-Krise auch auf die Rentenanpassung ausgewirkt. Im Osten gab es 0,72 Prozent mehr, im Westen wurde die Rente 2021 nicht erhöht.

Bei jeder Rentenerhöhung steigt auch der Rentenwert (Wert der Rentenpunkte). Davon profitieren auch rentenversicherungspflichtige Berufstätige, die später in Rente gehen.

Wie hoch ist die gesetzliche Rente ab Juli 2025?

Die Rentenerhöhung 2025 führt zu dieser neuen Rentenhöhe:

Bisherige Bruttorente

Bruttorente ab 1.7.2025

500 Euro

518,70 Euro

750 Euro

778,05 Euro

1.000 Euro

1.037,40 Euro

1.250 Euro

1.296,75 Euro

1.500 Euro

1.556,10 Euro

1.750 Euro

1.815,45 Euro

2.000 Euro

2.074,80 Euro

Die höhere Rente wird meist Ende Juli ausgezahlt. Das geschieht automatisch. Die Auszahlung der höheren Rente muss nicht beantragt werden.

 

Ob die Rente am Monatsanfang oder am Monatsende ausgezahlt wird, hängt vom Zeitpunkt des Rentenantrags ab:

  • Rentenantrag vor April 2004: Zahlung am letzten Bankarbeitstag des Vormonats für den kommenden Monat.

  • Rentenantrag nach April 2004: Zahlung am letzten Bankarbeitstag des Monats für den jeweiligen Kalendermonat.

Wie wird die Rentenerhöhung berechnet?

Jedes Jahr im November erscheint der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung mit Angaben zu Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung.

In die Berechnung der Rentenanpassung fließen verschiedene Faktoren ein. Dazu gehören

  • Wirtschaftsannahmen der Bundesregierung,

  • Ergebnisse der Steuerschätzung,

  • die Inflation, die auch die Löhne stärker steigen lässt, wodurch mehr Geld in die Rentenkasse eingezahlt wird,

  • eine Entwicklung der Sterblichkeitsrate: Wenn sie steigt, hat die Rentenkasse geringere Ausgaben,

(MB)

Weitere News zum Thema
  • [] Zum ersten Mal seit fast drei Jahren erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen: Mit Wirkung vom 17. Juni steigen alle drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Der auch für Sparer wichtige Einlagensatz steigt von 2,0 auf 2,25 Prozent an. Doch was mehr

  • [] Wird das Rentensplittung Pflicht? Darüber wird zurzeit diskutiert. Schon heute dürfen Ehepaare und eingetragene Lebenspartner ihre Rentenansprüche gleichmäßig aufteilen. Wie es funktioniert, welche Nachteile das hat und was Interessierte beachten müssen mehr

  • [] Zum 1.7.2026 steigen alle gesetzlichen Renten. Auch die mehr als fünf Millionen Witwenrenten und Witwerrenten, die die Deutsche Rentenversicherung zahlt, werden dann angepasst. Bereits seit Juli 2025 gelten etwas großzügigere Regelungen bei der Einkommensanrechnung mehr

  • [] Anlagebetrug über Social Media und Messengerdienste wie WhatsApp & Telegram hat sich zu einer der gefährlichsten Betrugsformen im Finanzbereich entwickelt. Laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) handelt es sich um professionell organisierte mehr

  • [] Der Bundesrat hat heute das Altersvorsorgedepot als Herzstück einer Rentenreform zur geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Ziel: weniger Bürokratie, niedrigere Kosten, mehr Renditechancen – und ein Nachfolger für die Riester-Rente ab 2027. mehr

Weitere News zum Thema