Anlage EÜR: Finanzamt will mehr Details wissen

 - 

Das Formular Anlage EÜR wurde wieder einmal geändert: In der Steuererklärung für 2013 will das Finanzamt mehr Details wissen als in der Steuererklärung für 2012.

Ergänzt wurde der Bereich Sonstige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben auf Seite 2. In Zeile 39 ff. geht es um die Kosten für Telefon und Internet, für Fortbildungen, Schuldzinsen usw. Während die Posten in den vergangenen Jahren verhältnismäßig oberflächlich abgefragt wurden, geht der Fiskus jetzt mehr ins Detail und will Zahlen sehen für

  • Übernachtungs- und Reisenebenkosten bei Geschäftsreisen des Steuerpflichtigen,

  • Miete/Leasing für bewegliche Wirtschaftsgüter (ohne Kraftfahrzeuge),

  • Beiträge, Gebühren, Abgaben und Versicherungen (ohne solche für Gebäude und Kraftfahrzeuge) und

  • Werbekosten (z.B. Inserate, Werbespots, Plakate).

Die standardisierte Gewinnermittlung über den Vordruck Anlage EÜR dient der Finanzverwaltung dazu, die Einnahmen, Ausgaben und Jahresergebnisse von Betrieben ohne größeren Aufwand miteinander vergleichen und auf Plausibilität prüfen zu können. Mit der Anlage EÜR 2013 sind weitere Angaben dazugekommen, die sich auf Knopfdruck auswerten und Referenzwerten gegenüberstellen lassen. Daraus können sich Ansatzpunkte für weitere Überprüfungen ergeben.

Weitere News zum Thema
  • [] Ein DJ kann Künstler sein, entschied das Finanzgericht (FG) Düsseldorf. Warum das wichtig ist und welche Voraussetzungen er dafür erfüllen muss, lesen Sie hier. mehr

  • [] Architekten, die ausschließlich sogenannte Rendering-Leistungen anbieten, sind freiberuflich und nicht gewerblich tätig, wenn bei den Tätigkeiten ein Gestaltungsspielraum besteht. Dies hat das Finanzgericht (FG) Köln entschieden. mehr

Weitere News zum Thema