Anlage EÜR: BFH bestätigt Abgabepflicht

Anlage EÜR: BFH bestätigt Abgabepflicht

 - 

Lange wurde darüber gestritten, ob Selbstständige den amtlichen Vordruck EÜR zusammen mit ihrer Einkommensteuererklärung abgeben müssen. Jetzt hat der BFH ein Machtwort gesprochen.

Das Gericht stellte fest: Die derzeitige Gesetzeslage reicht aus, um eine Abgabepflicht zu begründen (BFH-Urteil vom 16.11.2011, X R 18/09, DStR 2011 S. 2447). Sobald ein Selbstständiger also Betriebseinnahmen von 17.500,00 € oder mehr hat, darf das Finanzamt auf der Abgabe des Vordrucks EÜR bestehen.

Weigert sich ein Selbstständiger, den ausgefüllten Vordruck abzugeben, kann als Sanktion ein Zwangsgeld in Höhe von bis zu 25.000,00 € festgesetzt werden. Ein Zwangsgeld wird aber nicht ohne vorherige Androhung verhängt.

Weitere News zum Thema

  • Anlage EÜR 2017: Formular wird Pflicht für alle!

    [] Bisher galt: Selbstständige und Gewerbetreibende, deren Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro im Jahr liegen, dürfen eine formlose Gewinnermittlung abgeben und müssen das Formular nicht benutzen. Damit ist es ab der Steuererklärung für 2017 vorbei! mehr

  • EÜR: Keine Pflicht zum Kassenbuch, aber Aufzeichnungen müssen sein!

    [] Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG besteht zwar grundsätzlich keine Pflicht zum Führen eines Kassenbuchs, denn es gibt keine Bestandskonten und somit auch kein Kassenkonto. Trotzdem müssen Geschäftsvorfälle fortlaufend, vollständig und richtig verzeichnet werden. mehr

  • Bescheidkorrektur bei übersehenen Betriebsausgaben

    [] Wenn ein Selbstständiger erst nach Jahren bemerkt, dass er versehentlich Betriebsausgaben nicht geltend gemacht hat, kann er manchmal eine Korrektur des bereits bestandskräftigen Steuerbescheids erreichen, wie ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.