Geschenkte Werbungskosten: BFH kanzelt Finanzministerium ab

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Ob selbst gezahlt oder geschenkt bekommen – für den Werbungskostenabzug macht dies keinen Unterschied. Der BFH bestätigte noch einmal seine Rechtsprechung und kritisierte explizit einen anderslautenden Erlass des Bundesfinanzministeriums.

Bereits 2006 hatte der BFH entschieden, dass ein Vermieter Handwerkerkosten auch dann absetzen darf, wenn seine Eltern die Leistungen in Auftrag geben und bezahlen. Es dürfe, so die Richter, keinen Unterschied machen, ob die Eltern ihrem Kind Geld schenken, mit dem dann die Handwerkerleistung bezahlt werden kann, oder die Rechnung  direkt selbst  begleichen.

Das Bundesfinanzministerium hatte mit einem "Nichtanwendungserlass" reagiert und die Finanzämter angewiesen, das Urteil zu ignorieren. Der BFH stellte nun klar, dass die Argumentation des Ministeriums falsch ist (BFH-Urteil vom 15.1.2008, Az. IX R 45/07).

Sollte sich Ihr Finanzamt in einem vergleichbaren Fall querstellen, sollten Sie sich nicht mit dieser Entscheidung abfinden. Das Urteil des BFH zeigt deutlich, dass Sie vor Gericht die besseren Karten haben.

Übrigens: Die Entscheidung gilt nicht nur für Schenkungen unter Familienangehörigen. Auch wenn Freunde oder Bekannte sich gegenseitig durch die Übernahme einer Rechnung unterstützen, darf der so großzügig Bedachte die Aufwendungen von der Steuer abziehen.

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