Steuerliche Behandlung von Dienstfahrrädern

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Nicht jeder bekommt einen Firmenwagen vom Arbeitgeber gestellt – manchmal gibt es auch ein Dienstfahrrad. Auch dabei handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, der versteuert werden muss. Auf welcher Grundlage die Steuer berechnet wird, erklären wir hier.

Die Bundesländer haben sich mit dem Finanzministerium auf folgende Vorgehensweise geeinigt (Erlass des Finanzministeriums Baden-Württemberg vom 23.11.2012 , Az. 3 - S-233.4 / 187(koordinierter Ländererlass)):

Auch beim Fahrrad wird die 1 %-Methode angewendet, um Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung zu berücksichtigen – wobei dahingestellt sei, ob der Drahtesel tatsächlich für Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung verwendet werden kann. Der Punkt wird jedoch im Schreiben der Länder ausdrücklich erwähnt.

Als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung wird also 1 % der auf volle 100 € abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.

Die Freigrenze für Sachbezüge ist nicht anzuwenden. Das bedeutet: Auch wenn der geldwerte Vorteil innerhalb dieser Grenze von zurzeit 44 € liegt, müssen Steuern auf den geldwerten Vorteil gezahlt werden.

Das gilt für Pedelecs und E-Bikes

Diese Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn sie verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen sind, also u.a. keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht besteht (sog. Pedelec).

Bei E-Bikes, die verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen sind, gilt für die Bewertung des geldwerten Vorteils das Gleiche wie beim Firmenwagen. Das betrifft Elektrofahrräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt (E-Bike oder S-Pedelec).

Die Regelungen sind bereits erstmals für das Kalenderjahr 2012 anzuwenden.

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