Sprachkurs als Werbungskosten absetzen?

 - 

Die Aufwendungen für einen Sprachkurs können nur dann als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn sie objektiv mit dem Beruf zusammenhängen und subjektiv zu dessen Förderung getätigt wurden, entschied das FG Köln.

Im zugrunde liegenden Fall hatte der Kläger nur darauf hingewiesen, dass er einen Italienisch-Sprachkurs wegen einer internen Umstrukturierungsmaßnahme seines Arbeitgebers mit Blick auf einen aus diesem Grund bevorstehenden Wegfall seines Arbeitsplatzes sowie zur Verbesserung seiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt besucht habe. Zudem sei Italien seinerzeit groß im Kommen gewesen, hatte er erklärt.

Diese allgemein gehaltenen Ausführungen genügten dem FG Köln nicht, um den für einen Werbungskostenabzug erforderlichen konkreten Zusammenhang der Aufwendungen mit der Berufstätigkeit zu begründen (FG Köln vom 30.5.2012, 7 K 2764/08 ).

Weitere News zum Thema

  • Kosten einer Erstausbildung sind keine Werbungskosten

    [] Ende 2019 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass jede Erstausbildung ganz allgemein auf das Leben vorbereitet. Sie ist daher privat (mit)veranlasst, was dazu führt, dass die Kosten, die dabei entstehen, nicht als Werbungskosten abgezogen werden dürfen. Jetzt arbeitet der BFH seine liegen gebliebenen Fälle zu Ausbildungen, die außerhalb eines Dienstverhältnisses stattfinden, ab und entscheidet natürlich genauso. mehr

  • Das tut weh: Kosten für Erstausbildung sind tatsächlich keine Werbungskosten

    [] Auf diese Entscheidung haben wir seit Jahren gewartet: Vor dem Bundesverfassungsgericht wurde darüber gestritten, ob die Kosten einer Erstausbildung (wieder) als Werbungskosten abzugsfähig sein sollten. Heute hat das Bundesverfassungsgericht endlich seine Entscheidung dazu veröffentlicht. Und die fällt leider nicht im Sinne der Steuerzahler aus. mehr

  • BAföG: Mehr Geld für mehr Empfänger

    [] Die BAföG-Reform kommt, der Bundesrat fordert aber schon jetzt weitere Änderungen für die Zukunft. Das Gesetz muss noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet und im Bundesgesetzblatt verkündet werden – erst dann tritt es in Kraft. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.