Rentenerhöhung 2023: So viel mehr Rente gibt es ab dem 1.7.2023
Die hohen Preissteigerungen lassen die Rentenerhöhung gleich wieder etwas geringer erscheinen.

Rentenerhöhung 2023: So viel mehr Rente gibt es ab dem 1.7.2023

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Jedes Jahr im November erscheint der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung mit Angaben zu Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung. Der Entwurf ist bereits bekannt und gibt einen Ausblick auf die mögliche Rentenanpassung 2023.

Der Rentenversicherungsbericht 2022 soll am 30.11.2022 im Kabinett beschlossen werden. Anschließend müssen sich Bundestag und Bundesrat noch mit den Daten beschäftigen.

Wie hoch wird die gesetzliche Rente 2023?

Nach den Zahlen des Entwurfs zum Rentenbericht könnten die Renten ab dem 1.7.2023 im Westen um 3,5 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent steigen.

Zum 1.7.2022 waren die Renten im Osten um 6,12 Prozent und im Westen um 5,35 Prozent gestiegen (→ mehr dazu).

2021 hatte sich die Corona-Krise auch auf die Rentenanpassung ausgewirkt. Im Osten gab es 0,72 Prozent mehr, im Westen wurde die Rente 2021 nicht erhöht.

Bei jeder Rentenerhöhung steigt auch der Rentenwert (Wert der Rentenpunkte). Davon profitieren auch rentenversicherungspflichtige Berufstätige, die später in Rente gehen.

Steigt der Beitrag zur Rentenversicherung 2023?

Nein. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung soll bis 2026 stabil bei 18,6 Prozent bleiben und erst 2027 auf 19,3 Prozent steigen.

Wie wird die neue Rentenhöhe berechnet?

In die Berechnung bzw. in diesem Moment noch: Schätzung der Rentenanpassung fließen verschiedene Faktoren ein. Dazu gehören

  • Wirtschaftsannahmen der Bundesregierung, die davon ausgeht, dass die Wirtschaft 2023 um 0,4 Prozent schrumpfen wird,

  • Ergebnisse der Steuerschätzung,

  • die hohe Inflation, die auch die Löhne stärker steigen lässt, wodurch mehr Geld in die Rentenkasse eingezahlt wird,

  • eine erhöhte Sterblichkeit, die zu geringeren Ausgaben der Rentenkasse führt,

  • die Zuwanderung aus dem Ausland, die dafür sorgt, dass der Beitragssatz entgegen der ursprünglichen Erwartung noch stabil bleibt.

(MB)

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