Ab wie viel Rente müssen Rentner Steuern zahlen?

 - 

Ob Rentner auf Ihre Rente Steuern zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, erklärt die Deutsche Rentenversicherung etwas lapidar im Rentenbescheid. Aber wovon eigentlich?

Keine Steuern müssen Sie bezahlen, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen maximal dem Grundfreibetrag entspricht. Dieser wurde im Sommer rückwirkend zum 1.1.2015 auf 8.472 € erhöht.

So berechnen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen aus Ihrer Rente

Ein Teil Ihrer Rente ist steuerfrei, ein anderer Teil unterliegt grundsätzlich der Besteuerung. Wie hoch dieser Teil ausfällt, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Dieser Anteil wird einmal festgelegt und ändert sich dann nicht mehr.

Leider gilt der festgeschriebene steuerfreie Anteil nur für den Betrag, die Sie zu Beginn Ihrer Rente erhalten. Das heißt: Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen (Rentenerhöhungen) erhöhen in voller Höhe das zu versteuernde Einkommen – nicht nur mit dem Besteuerungsanteil.

Rentenbeginn

Steuerfreier Anteil

2015

30 %

2014

32 %

2013

34 %

2012

36 %

usw.

usw.

Vom steuerpflichtigen Teil ziehen Sie dann noch den Werbungskostenpauschbetrag von 102 € ab (oder weisen höhere Werbungskosten einzeln nach, vgl. hier), außerdem den Sonderausgabenpauschbetrag von 36 € und die abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen. Das Ergebnis ist Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Nutzen Sie unseren kostenlosen Rentenrechner, um Ihre Summe der Einkünfte und Ihr zu versteuerndes Einkommen zu berechnen!

Haben Sie noch andere Einnahmen als Ihre Rente?

Wichtig: Ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen, hängt von der Höhe Ihrer steuerpflichtigen Einkünfte ab. Dazu gehören nicht nur Renteneinkünfte aus der gesetzlichen Rente, sondern auch weitere Einnahmen wie zum Beispiel Mieteinnahmen oder Betriebsrenten.

Ab wann tatsächlich Steuern anfallen, sollte immer im Einzelfall berechnet werden. Am einfachsten geht das mit unserer Steuer-Software SteuerSparErklärung für Rentner .

In den kommenden Jahren müssen von Jahr zu Jahr immer mehr Rentner Steuern zahlen. Das hat zwei Gründe:

  • Für jeden neuen Rentnerjahrgang wird der steuerpflichtige Anteil der Rente immer höher. Der Besteuerungsanteil hängt ab vom Jahr des Rentenbeginns und steigt bis 2020 um jährlich zwei Prozentpunkte, anschließend um jeweils einen Prozentpunkt auf schließlich 100 % im Jahr 2040.

  • Der festgeschriebene Rentenfreibetrag führt dazu, dass Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen in voller Höhe (nicht nur mit dem Besteuerungsanteil) das zu versteuernde Einkommen erhöhen. Das betrifft auch Bestandsrentner.

Weitere News zum Thema

  • Rentenerhöhung: Achtung, Steuerpflicht!

    [] 3,2 Prozent im Westen, 3,9 Prozent im Osten: So soll die Rentenerhöhung nächstes Jahr ausfallen. Was sich erst einmal gut anhört, kann finanziell nach hinten losgehen. Denn mit jeder Rentenerhöhung werden mehr Rentner steuerpflichtig! Was Sie jetzt tun können und warum das kein Drama sein muss, lesen Sie hier. mehr

  • Für Hinterbliebenenrente: Heiratsvermerk erforderlich

    [] Hinterbliebenenrenten werden – genau wie Altersrenten – nicht automatisch gezahlt, sondern nur auf Antrag. Wer eine Hinterbliebenenrente beantragt, muss dabei belegen, dass sein Ehepartner bzw. eingetragener Lebenspartner verstorben ist. Dazu reicht der Totenschein nicht. Es bedarf einer Sterbeurkunde. mehr

  • Witwenrente: Wann wird Rentenfreibetrag neu berechnet?

    [] Wie bei allen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist auch bei der gesetzlichen Witwen-/Witwerrente der Teil der Rente steuerpflichtig, der über dem Rentenfreibetrag liegt. Dieser im Jahr nach dem Rentenbeginn (bzw. im Jahr 2005) festgesetzte Betrag gilt in dieser Höhe grundsätzlich für die gesamte Laufzeit der Rente. Doch es gibt Ausnahmen. mehr

  • BSG: Zweijährige Mütterrente verfassungskonform

    [] Die Mütterrente für erziehende Elternteile, deren Kind vor 1992 geboren wurde, wurde ausgebaut. Nun hat das Bundessozialgericht (BSG) eine Entscheidung zur Mütterrente-Regelung vom Juli 2014 getroffen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.