Zuzahlungen eines Arbeitnehmers zu Fahrzeugkosten sind Werbungskosten

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Wenn ein Arbeitnehmer Zuzahlungen tätigt zu den Leasingraten seines Geschäftswagens, den er auch privat nutzen darf, dann entstehen ihm damit Werbungskosten.

Der Kläger hatte im Streitjahr von seinem Arbeitgeber ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen, dass er auch privat nutzen durfte. Zu den Leasingraten, die grundsätzlich der Arbeitgeber trug, leistete er einen Eigenbeitrag von etwa 2.000,00 €.

Zur Ermittlung des privaten Nutzungsanteils führte der Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch. Die selbst gezahlten 2.000,00 € zog er bei der Ermittlung des zu versteuernden Privatnutzungsanteils ab. Das Finanzamt rechnete anders: Es zog die 2.000,00 € von den Gesamtkosten für das Fahrzeug ab. Das erhöhte natürlich den vom Arbeitgeber zu versteuernden Betrag.

Das FG Münster entschied jetzt salomonisch: Der geldwerte Vorteil ermittele sich aus den insgesamt durch das Fahrzeug entstehenden Kosten, also ohne Abzug der Zuzahlungen. Der Gesetzeswortlaut in § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG lasse keine Differenzierung danach zu, wer die Fahrzeugkosten getragen habe. Die Zuzahlungen des Klägers seien allerdings als Werbungskosten abzugsfähig, weil es sich um Aufwendungen zum Erwerb von Einkünften, nämlich des Privatnutzungsvorteils, handele (FG Münster vom 28.3.2012, 11 K 2817/11 E ).

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