Sachbezugswerte für Verpflegung ab 2017

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Stellt der Arbeitgeber Ihnen kostenlos oder verbilligt Verpflegung zur Verfügung, sind das sogenannte Sachbezüge. Den Wert dieser Sachbezüge müssen Sie als geldwerten Vorteil versteuern.

Die Höhe der Sachbezüge ermittelt Ihr Arbeitgeber in der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) anhand amtlich festgelegter Sachbezugswerte.

In diesen Fällen haben die Sachbezugswerte für Verpflegung für Sie Bedeutung:

  • Sie arbeiten im Hotel und Gaststättengewerbe, in einem Krankenhaus oder Altenheim und freie Verpflegung ist Bestandteil Ihres Arbeitslohns.

  • Bei beruflicher Auswärtstätigkeit oder doppelter Haushaltsführung sorgt Ihr Arbeitgeber für die Verpflegung.

  • Sie essen in der betriebseigenen Kantine kostenlos oder verbilligt.

So hoch sind die Sachbezugswerte für Verpflegung 2017:

pro Monat

pro Tag

volle Verpflegung

241,00 €

8,04 €

Frühstück

51,00 €

1,70 €

Mittagessen

95,00 €

3,17 €

Abendessen

95,00 €

3,17 €

(Quelle: BMF-Schreiben vom 8.12.2016, IV C 5 - S 2334/16/10004)

Hinweis: Auch bei Arbeitnehmern unter 18 Jahren und Auszubildenden werden die Sachbezugswerte in dieser Höhe angesetzt.

Für Angehörige von Bundeswehr, Bundespolizei, Polizei oder Berufsfeuerwehr ist die Verpflegung im Einsatz steuerfrei. Einsatz ist hier zum Beispiel ein Katastropheneinsatz, nicht aber der übliche Dienst.

Erhalten Sie bei Auswärtstätigkeit auf Veranlassung des Arbeitgebers (ggf. auch von einem Dritten) eine Mahlzeit bis zu 60,00 € (inkl. Umsatzsteuer und Getränke),

  • braucht hierfür kein geldwerter Vorteil als Arbeitslohn versteuert zu werden, wenn Sie für die betreffende Auswärtstätigkeit Anspruch auf eine Verpflegungspauschale haben. Im Gegenzug wird aber der Ihnen zustehende Verpflegungspauschbetrag gekürzt;

  • ist diese mit dem günstigen Sachbezugswert steuerpflichtig, wenn Sie keinen Anspruch auf eine Verpflegungspauschale haben. Der Arbeitgeber kann in diesem Fall den Wert der Mahlzeit mit 25 % pauschal versteuern.

Sog. Belohnungsessen mit einem Preis von über 60,00 € sind dagegen mit dem tatsächlichen Wert als Arbeitslohn steuerpflichtig.

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