Selbstständige: 10 Steuertipps zum Jahreswechsel

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Stellen Sie jetzt die Weichen, um Steuern zu sparen – entweder noch 2017 oder für 2018! Bei diesen 10 Tipps zum Steuern sparen ist bestimmt auch für Sie etwas dabei.

Zahlung mit ec-Karte oder Kreditkarte

Wenn Sie den Abrechnungsbeleg für betriebliche Einkäufe noch im Dezember 2017 unterschrieben haben, können Sie den Betrag auch noch für 2017 als Betriebsausgabe erfassen – selbst dann, wenn das Geld erst im Januar 2018 von Ihrem Konto abgebucht wird. Denn es kommt nicht auf die Abbuchung, sondern auf den Tag des Kaufs an. Wichtig: Abrechnungsbeleg aufheben!

Zehn-Tage-Regel beachten

Wenn Sie in der Zeit vom 1.1. bis 10.1.2018 Zahlungen leisten, die regelmäßig anfallen, bis zum 10.1. fällig sind und wirtschaftlich das Jahr 2017 betreffen, ist der Betrag bereits in Ihrer Gewinnermittlung 2017 als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Anwendungsfälle: Miete, Telefon, Beiträge, Versicherungen usw. Die sogenannte Zehn-Tage-Regel durchbricht das sonst geltende Abflussprinzip.

Ab 2018 Fahrtenbuch führen

Wenn Ihnen der Privatanteil nach der 1 %-Methode zu hoch ist oder Sie vielleicht sogar für mehrere Betriebs-Pkw einen pauschalen Privatanteil versteuern müssen, sollten Sie ein steuerlich anerkanntes Fahrtenbuch führen. Auf ein Fahrtenbuch umsteigen können Sie immer nur zu Beginn eines Jahres oder beim Kauf eines neuen Fahrzeugs.

Investitionsabzugsbetrag (IAB) aufstocken

Wenn Sie nach 2014 einen IAB geltend gemacht haben, bei dem Sie unter der maximalen Höhe von 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten geblieben sind, können Sie diesen IAB im Jahr 2017 bis zur zulässigen Höhe aufstocken.

Investitionsabzugsbetrag neu bilden

Wenn Sie Investitionen im Zeitraum 2018 bis 2020 planen und Ihr Gewinn im Jahr 2017 ohne Berücksichtigung eines Investitionsabzugsbetrags nicht höher als 100.000 Euro ist, können Sie in Ihrer EÜR 2017 einen IAB von bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten des Wirtschaftsguts gewinnmindernd erfassen. Voraussetzung: Der Gegenstand wird im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr zu mindestens 90 % betrieblich genutzt.

GWG-Grenze durch Investitionsabzugsbetrag beeinflussen

Zu einem GWG können Sie auch kommen, indem Sie für zukünftige kleinere Anschaffungen einen IAB bilden, im Jahr des Kaufs die Anschaffungskosten in Höhe des aufgelösten IAB herabsetzen und dadurch unter die GWG-Grenze von 250 Euro/800 Euro/1.000 Euro gelangen.

Falls Ihnen diese Zahlen ungewohnt kommen: Dabei ist bereits die Erhöhung der GWG-Grenze ab 2018 berücksichtigt!

Sonderabschreibung von 20 %

Wenn Ihr Gewinn im Jahr 2016 die Grenze von 100.000 Euro nicht überschritten hat, steht Ihnen für bestimmte Anschaffungen im Jahr 2017 eine Sonderabschreibung von 20 % zu. Auch wenn die Anschaffung erst im Dezember erfolgt ist, gibt es die vollen 20 %!

Voraussetzung: Es handelt sich um ein neues oder gebrauchtes Wirtschaftsgut, das in den Jahren 2017 und 2018 zu mindestens 90 % betrieblich genutzt wird. Begünstigt sind beispielsweise Büromöbel, PC, Drucker, Kopierer oder Maschinen. Bei einem Betriebs-Pkw müssen Sie im Jahr des Kaufs und im folgenden Jahr ein Fahrtenbuch führen, um die geforderte 90-prozentige betriebliche Nutzung nachzuweisen.

Vorsteuerabzug bei nicht bezahlten Rechnungen

Haben Sie im Jahr 2017 für Ihr Unternehmen Leistungen bezogen, die Sie bis zum 31.12.2017 noch nicht bezahlt haben? Dann dürfen Sie die darauf entfallende Vorsteuer bereits in Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember 2017 abziehen. Die Bezahlung ist nämlich keine Voraussetzung für den Vorsteuerabzug. Sie müssen allerdings nachweisen können, dass Ihnen die Rechnung spätestens am 31.12.2017 vorgelegen hat.

Kleinunternehmer: Übergang zur Regelbesteuerung

Als Kleinunternehmer sollten Sie zum Jahresende Ihren Gesamtumsatz 2017 ermitteln. Achten Sie im eigenen Interesse darauf, dass der Privatanteil für die private Kfz-Nutzung nicht beim Gesamtumsatz berücksichtigt und auch keine fiktive Umsatzsteuer angesetzt wird.

Liegt Ihr Gesamtumsatz über 17.500 Euro, dürfen Sie die Kleinunternehmerregelung ab 1.1.2018 nicht mehr in Anspruch nehmen. Sie müssen dann auf Ihre Umsätze Umsatzsteuer zahlen, sind im Gegenzug aber zum Vorsteuerabzug berechtigt. Aufgrund des Übergangs steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen ein nachträglicher Vorsteuerabzug zu, falls Sie im Zeitraum 2013 bis 2017 größere Anschaffungen getätigt haben (Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG).

Regelbesteuerung: Übergang zum Kleinunternehmer

Sind Sie bisher Regelbesteuerer und liegt Ihr Bruttoumsatz (einschließlich Umsatzsteuer) 2017 nicht über 17.500 Euro, können Sie ab 2018 die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Der Wechsel ist freiwillig. Sie müssen dann keine Umsatzsteuer mehr zahlen, verlieren aber das Recht zum Vorsteuerabzug. Der Übergang ist allerdings nicht immer zulässig. Wenn Sie nämlich früher freiwillig zur Regelbesteuerung optiert haben, sind Sie fünf Jahre lang an dieses Verfahren gebunden. Sie können dann in diesem Zeitraum nicht zur Kleinunternehmer-Regelung zurückkehren.

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