Gemischte Schenkung
Wird ein Gegenstand zum Teil entgeltlich und zum Teil unentgeltlich erworben, liegt eine gemischte Schenkung vor. Ein Kauf unter dem Verkehrswert führt zu einer gemischten Schenkung.
Liegt eine gemischte Schenkung vor, ist der Erwerb in einen entgeltlichen Teil und in einen unentgeltlichen Teil aufzuspalten. Der entgeltliche Erwerb führt beim Erwerber zu einer Anschaffung, die er in Höhe des Entgelts steuerlich berücksichtigen kann. Beim Veräußerer kann für den entgeltlich verkauften Teil ein Gewinn aus einem privaten Veräußerungsgeschäft entstehen, der der Besteuerung zu unterwerfen ist (Grundstücksveräußerung innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist).
Wird Betriebsvermögen veräußert, kann ebenfalls ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn entstehen.
Umsatzsteuerlich liegt bei einer gemischten Schenkung ein Leistungsaustausch vor, da eine Gegenleistung gefordert wird. Für die Berechnung der Umsatzsteuer ist der gemeine Wert anzusetzen. Er gilt als Mindestbemessungsgrundlage. Liegt der entgeltliche Teil der gemischten Schenkung über dem gemeinen Wert, ist dieser zu berücksichtigen.
Tipp der Redaktion
Die neue Erbschaftsteuer 2009
Steuertipps Spezial Nr. 14: Seit dem 1.1.2009 gilt die neue Erbschaftsteuer. Die Neuregelung hat bei zahlreichen Steuerzahlern erhebliche Unsicherheit darüber ausgelöst, welche Belastung jetzt bei Vermögensübertragungen auf sie zukommt. Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer der Reform. Zu den Gewinnern zählen Ehe- und Lebenspartner. Die Verlierer sind zum Beispiel Enkelkinder.