Geschiedene Eltern: Sind Fahrtkosten zum Besuch der Kinder jetzt absetzbar?

 - 

Leben Sie dauernd getrennt von Ihrem Ehepartner oder sind Sie geschieden? Und leben Ihre Kinder beim anderen Elternteil? Dann konnten Sie bisher Ihre Fahrtkosten zum Besuch Ihrer Kinder steuerlich leider nicht geltend machen. In Zukunft könnte sich das aber ändern!

Denn Eltern sind zum Umgang mit ihren Kindern verpflichtet (§ 1684 Abs. 1 BGB). Deshalb muss nach Ansicht des Bundesfinanzhofs die Frage neu geklärt werden, ob die Besuchskosten als außergewöhnliche Belastungen abziehbar sind.

Unser Steuertipp:

Zählen Sie zu den betroffenen Eltern? Dann sammeln Sie ab sofort Belege für die Fahrtkosten, die Ihnen beim Besuch Ihrer Kindern oder beim Besuch Ihrer Kinder bei Ihnen entstehen.

Leider werden wir aber auf eine Revision zu diesem Thema noch etwas warten müssen. Diese Meinung des Bundesfinanzhofs stammt nämlich »nur« aus einem Verfahren zur Prozesskostenhilfe (BFH-Beschluss vom 30.3.2004, Az. III S 16/03).

Machen Sie die Kosten trotzdem in Ihrer Steuererklärung geltend! Lehnt der Finanzbeamte sie ab, müssen Sie gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen. Berufen Sie sich dabei auf den oben genannten Beschluss.

Beachten Sie: Die Kosten zählen zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art, von denen das Finanzamt die zumutbare Belastung abzieht.

Weitere News zum Thema

  • Steuererklärung: Frist verpasst – was nun?

    [] Der 31.5.2018 ist vorbei, und wer verpflichtet war, eine Steuererklärung für das Jahr 2017 abzugeben, hatte dafür bis gestern Zeit. Für einen Antrag auf Fristverlängerung ist es jetzt natürlich zu spät. Aber wie schlimm ist die Situation wirklich? mehr

  • Steuertermine Juni 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Wer ein iPhone findet: Nicht zu früh freuen

    [] Sie haben ein iPhone gefunden? Und es – ganz vorbildlich – beim Fundbüro abgegeben? Dann ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass Sie nach sechs Monaten Post vom Amt erhalten. Das iPhone gehört Ihnen. Eigentlich. Doch was fangen Sie damit an? mehr

  • BFH hält Nachzahlungszinsen für verfassungswidrig

    [] Der Bundesfinanzhof zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit von Nachzahlungszinsen für Verzinsungszeiträume ab dem Jahr 2015. Begründung: Die Bemessung des Zinssatzes ist realitätsfern und verletzt den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.