Mindestlohn soll schrittweise auf 10,45 Euro im Jahr 2022 steigen
Der Mindestlohn war zum 1.1.2015 in Kraft getreten und hatte bei Einführung 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde betragen. Zum 1.1.2020 stieg er auf 9,35 Euro. De Mindestlohn-Kommission empfiehlt eine weitere schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 10,45 Euro zum 1.7.2022.

Mindestlohn soll schrittweise auf 10,45 Euro im Jahr 2022 steigen

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Der Mindestlohn war zum 1.1.2015 in Kraft getreten und hatte bei Einführung 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde betragen. Zum 1.1.2020 stieg er auf 9,35 Euro. De Mindestlohn-Kommission empfiehlt eine weitere schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 10,45 Euro zum 1.7.2022.

Die Kommission empfiehlt dabei folgende Erhöhungsschritte:

  • 9,50 Euro zum 1.1.2021

  • 9,60 Euro zum 1.7.2021

  • 9,82 Euro zum 1.1.2022

  • 10,45 Euro zum 1.7.2022

Im Herbst will Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, dem Bundeskabinett eine entsprechende Mindestlohnanpassungsverordnung zur Zustimmung vorlegen.

Die Mindestlohnkommission berät alle zwei Jahre über die Anpassung des Mindestlohns und prüft dabei, welche Höhe geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen sowie Beschäftigung nicht zu gefährden. Sie orientiert sich dabei an der Tarifentwicklung.

Auch Minijobber haben Anspruch auf den Mindestlohn. Wird der Mindestlohn also am 1.1.2021 auf 9,50 Euro erhöht, müssen Sie als Arbeitgeber bei einem 450-Euro-Minijobber unbedingt auf die Arbeitszeit achten! Die Arbeitszeit ist durch den Mindestlohn faktisch begrenzt. Bei einem Mindestlohn von 9,50 Euro darf Ihr Minijobber nur noch 47 Stunden arbeiten, um unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro zu bleiben (47 Stunden × 9,50 Euro = 446,50 Euro).

(AI)

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