Entlastungsbetrag für Alleinerziehende im Trennungsjahr

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende im Trennungsjahr

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Wenn sich verheiratete Eltern trennen, kann der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bei Wahl der Einzelveranlagung im Trennungsjahr nach dem Monatsprinzip zeitanteilig für die Monate des Alleinstehens gewährt werden. Das hat das FG Niedersachsen entschieden – jetzt liegt der Fall allerdings beim BFH.

Alleinerziehenden steht gem. § 24b Einkommensteuergesetz (EStG) ein steuerlicher Entlastungsbetrag zu (ab 2020: 4.008 Euro pro Jahr). Vor dem Niedersächsischen Finanzgericht stritt ein alleinerziehender Vater darüber, ob er den Freibetrag auch schon in die Steuererklärung für das Trennungsjahr eintragen durfte.

Das Finanzamt verneinte das–- zu Unrecht, erklärten die Richter: Weil nicht verheirateten Alleinerziehenden der Betrag praktisch ab Auszug des anderen Elternteils zusteht, müsse das auch für Eheleute gelten. Verheiratete Eltern dürften nach der Trennung nicht schlechter dastehen als unverheiratete.

Fazit: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gem. § 24b EStG kann bei Wahl der Einzelveranlagung gem. § 26a EStG im Trennungsjahr nach dem Monatsprinzip (§ 24b Abs. 4 EStG) zeitanteilig für die Monate des Alleinstehens gewährt werden.

BFH muss entscheiden

Jetzt muss der Bundesfinanzhof endgültig entscheiden, denn die Finanzverwaltung hat Revision eingelegt (FG Niedersachsen, Urteil vom 18.2.2020, Az. 13 K 182/19; BFH-Az.: III R 17/20).

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(MB)

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