Umzugskosten: Pauschale auch bei niedrigeren Ausgaben

Umzugskosten: Pauschale auch bei niedrigeren Ausgaben

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Der Sinn einer Pauschale ist, dass man nicht jede Ausgabe einzeln nachweisen muss. Manchmal ist die Pauschale niedriger als das, was der Steuerzahler tatsächlich ausgegeben hat – aber sie kann auch höher sein. Das hat das FG Mecklenburg-Vorpommern bestätigt.

Der Fall betraf eine Arbeitnehmerin, die beruflich bedingt umgezogen war. Sie machte in ihrer Steuererklärung im Rahmen der Werbungskosten die Umzugskostenpauschale für »sonstige Umzugskosten« geltend – im Streitjahr waren das 715 Euro, heute wären es 820 Euro.

Umzugskosten können nur dann als Werbungskosten abgezogen werden, wenn feststeht, dass der Umzug nahezu ausschließlich beruflich veranlasst war und private Gründe keine oder nur eine ganz untergeordnete Rolle gespielt haben.

Übersicht: abzugsfähige Umzugskosten für Singles, Ehepaare, Nachhilfe für Kinder usw. 

Das Finanzamt wollte die Pauschale nicht anerkennen, da die Arbeitnehmerin zunächst in einer Sammelaufstellung zunächst Posten wie »Trinkgelder für Möbelpacker« oder »Meldegebühren für den Pkw« aufgelistet hatte und dabei auf eine deutlich niedrigere Summe als 715 Euro gekommen war.

Macht nichts, sagt das FG Mecklenburg-Vorpommern: Bei der Pauschale handelt es sich um eine Schätzung für häufig mangels Belegen nicht im Einzelnen nachweisbaren Aufwand, mit der Anerkennung einer Pauschale soll ja gerade auf Einzelnachweise verzichtet werden (FG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 5.2.2020, Az. 3 K 75/18).

Was nicht geht: Sowohl die Kosten aus der Einzelaufstellung und die Pauschale in der Steuererklärung angeben. Beides gibt es nicht.

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(MB)

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